Eure Organisationsprobleme löst ihr nicht mit Employer Branding.

Manchmal staune ich, dass auch 2023 noch Firmen meinen, sie können auf Trends wie Diversity und Nachhaltigkeit aufspringen und damit ihre Employer Brand polieren.

Ist es wichtig, dass sich Organisationen Gedanken über ihre Arbeitgeberattraktivität machen? Auf jeden Fall!
Erhöht sich die Arbeitgeberattraktivität über teures Marketing? Höchstens kurzfristig.

Zu oft wird versucht mit einem Pinsel Rouge über Organisationsprobleme hinwegzutäuschen:

Zu wenig Frauen auf Führungsebene? Lasst uns am Weltfrauentag eine Aktion machen!
Wenig Bewerbungen? Wir brauchen eine starke Employer Branding-Kampagne! Schlechte Retention? Wir sollten das Kununu-Profil pimpen!

Organisationsprobleme lösen sich nicht durch Marketing. Organisationsprobleme lösen gute Führungskräfte, indem sie bereit sind, dahin zu schauen, wo es wehtut.

Oft liegen die Probleme für geringe Arbeitgeberattraktivität nämlich nicht an fehlender externer Kommunikation, sondern an starren Hierarchien, langsamen Prozessen, unklaren Verantwortlichkeiten, fehlender Diversität, einer miesen Führungskultur.

Solange Organisationsprobleme nicht im Kern erkannt und benannt werden, bringt das beste Employer Branding nichts. Denn wenn nicht drin ist, was drauf steht, sind die teuer gewonnenen Mitarbeiter:innen schnell wieder weg.

Was ist eure Meinung dazu?

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