Alina* ist 32, als sie ihr Bachelor-Zeugnis überreicht bekommt.
Ihre Mutter ist Taxi-Fahrerin, alleinerziehend. Alina kam auf die Hauptschule, hat eine Ausbildung zur Friseurin absolviert, später auf der Abendschule das Abitur nachgeholt und BWL studiert. Ihr Freund, der auch auf zweitem Bildungsweg studiert hat, hat sie dazu ermutigt.
Für ihren Bachelor hat sie 6 Jahre gebraucht, da sie nebenbei 30 Wochenstunden gearbeitet hat. In ihrer FH stieß sie auf Unverständnis. Ein Professor hat sie gefragt, ob sie das Studium ernst meine, da sie so lange braucht...
Derzeit ist Alina auf Jobsuche. Sie ist Mitglied bei Netzwerk Chancen und berichtet von Vorstellungsgesprächen, in denen sie gefragt wurde, warum sie erst mit 32 in den Job einsteigt...
*Name geändert
+++
Ich stimme Katja Urbatsch absolut zu. Weder die Unis noch die Arbeitgeber sind in der Regel auf Arbeiterkinder eingestellt. Das Idealbild von Berufseinsteiger*innen ist ein Student mit guten Noten, passenden Praktika und einem Studium in Regelstudienzeit.
Ihre Mutter ist Taxi-Fahrerin, alleinerziehend. Alina kam auf die Hauptschule, hat eine Ausbildung zur Friseurin absolviert, später auf der Abendschule das Abitur nachgeholt und BWL studiert. Ihr Freund, der auch auf zweitem Bildungsweg studiert hat, hat sie dazu ermutigt.
Für ihren Bachelor hat sie 6 Jahre gebraucht, da sie nebenbei 30 Wochenstunden gearbeitet hat. In ihrer FH stieß sie auf Unverständnis. Ein Professor hat sie gefragt, ob sie das Studium ernst meine, da sie so lange braucht...
Derzeit ist Alina auf Jobsuche. Sie ist Mitglied bei Netzwerk Chancen und berichtet von Vorstellungsgesprächen, in denen sie gefragt wurde, warum sie erst mit 32 in den Job einsteigt...
*Name geändert
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Ich stimme Katja Urbatsch absolut zu. Weder die Unis noch die Arbeitgeber sind in der Regel auf Arbeiterkinder eingestellt. Das Idealbild von Berufseinsteiger*innen ist ein Student mit guten Noten, passenden Praktika und einem Studium in Regelstudienzeit.