Philipp Klöckner

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Pünktlich zum 🎂 Online! Wer meine #Keynote auf der #OMR24 verpasst hat, nochmal sehen möchte oder noch nicht kannte: Der Link zum Video ist in den Kommentaren.

Danke auch für die vielen Glückwünsche! Wer mir ein Geschenk machen möchte teilt den Talk mit Freunden, kommentiert, sagt mir was ich vergessen oder überbewertet habe.

Danke Philipp, Roland, Florian, Simon für das Vertrauen!
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💡 What happened to 😱 Silicon Valley Bank ($SIVB) this week? Within 36 hours, the institution banking half of #SiliconValley's #Startups and #Funds went from the premier broker of the tech scene to the biggest failure of a financial institution since Washington Mutual Bank (2008).

🏦 #Banks - simplified - do the following: Collect #deposits from companies and individuals. That means they are hosting your checking account, holding a) short term b) low interest 💵cash balances for clients. The other side of the bank business is using that money (and extra money created out of thin air = #leverage) to invest in a) long-term b) more risky c) interest-bearing projects. That could be lending money to other companies, consumers, or sovereign debtors. Their margin is the delta between the low deposit interest and the high investing interest rate.

👨‍💻 #SVB's clients, mostly #startups, #VC/#PE funds, and their #founders and executives, have collected lots of money during the last tech bubble, leading to high inflows of deposits (see below). Silicon Valley Bank invested these excess inflows into relatively long-term, low-interest securities (US dept & MBS papers).

🚨 Then 2 things happened:
1️ The Federal Reserve System (#FED) raised interest rates, and freshly issued debt now yields up to 5% interest, rendering SVB's debt portfolio of old low-interest papers worth much less. SVB sold a good portion of these with a huge loss of $1.8bn.
2️ The VC funding market dried out. No one is raising new money, and startups live off their cash positions, depleting their deposits at #SVB. (see net negative client cash flows below)

♻️ This week, SVB tried to re-capitalize itself by seeking 2.25bn in new equity funding to stabilize its balance sheet, making investors and clients worry.

😱 Next: A textbook 🏃#bankrun happened. VCs warned their portfolio companies, more and more clients tried to withdraw their deposits, and NO bank is prepared for that as they never hold 100% of deposits (remember the leverage) but rely on the trust of their customers that money is safe at the bank.

Within hours the Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) had to seize control of the bank and close it down. The immediate implications include:
🛑 Clients lose access to their funds. Bills and payslips might not be paid on Monday.
🛑 Only 250k of each client's money is insured thru FDIC; the rest of the deposits is in jeopardy as of now and will take long to access.
🛑 Startups using SBV as a facilitator of client transactions (marketplaces, payroll services, etc.) will not be able to use these rails to continue their business as usual
💣 Contagion risk: Everyone watches other banks with similar issues. They exist. However, it's fair to say that SVB is a special animal with extreme exposure to the venture ecosystem. Most other banks are well-diversified on the client side.

🇩🇪 Followers might want to listen to today's episode of Doppelgänger TechTalk Podcast to dig deeper.
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Oft kritisiere ich die FDP Freie Demokraten hier. Aber bei der 👵 Altersvorsorge scheinen die ehemals Liberalen endlich mal wieder was für die 🗽Freiheit der Bürger zu tun und das möchte ich ausdrücklich loben! Denn...

🏛️ Deutschlands Aktienkultur und #Altersvorsorge ist desaströs. Grund dafür unter anderem die unsägliche #Riesterrente, welche zwar unnötigerweise Einzahlungen garantiert aber auch Renditen minimiert und vollkommen überzogene Vertriebs- und Verwaltungsgebühren erhebt.

🙏 Endlich wollen Finanzminister Christian Lindner (FDP) und sein Staatssekretär im BMF Dr. Florian Toncar (FDP) dieses Problem angehen. (ab 2024) Sollten wir tatsächlich folgende Punkte verbessern, wäre den deutschen Bürgern schon sehr geholfen:

1. Zulagen oder Steuervergünstigungen zu ETF-Sparplänen oder ein “Vorsorge-Depot“ ähnlich zum US 401k oder Roth IRA.

2. Förderung der Riester Rente einstellen. Indirekt fließt die Förderung in Vertriebsprovisionen für Banken, Versicherung und Finanzvertriebe und führt zu irrationalen Entscheidungen. Der breit gestreute ETF ist für die meisten Menschen die bessere Lösung als Riester-Fonds mit 5% Aufgeld und 2% Management-Fee.

3. Bürokratie abbauen, Transparenz steigern und Wettbewerb stärken. Mündige Finanzentscheidungen fangen mit Regulierung und Transparenz an. Auch die schnelle Konvertierung des alten Riester-Plans in ein sinnvolles Produkt stärkt den Wettbewerb. Kosten für Sparer müssen transparent und vergleichbar sein und würden im Schnitt erheblich sinken. ETF Kosten liegen oft nur bei 0.05-0.25% im Jahr. Selten über 1%

4. Auch die staatliche Rente muss NOCH mehr auf eine echte Aktienrente umgestellt werden. Je mehr wir das Umlagesystem graduell auf eine kapitalmarktgebundene Vorsorge umstellen, desto weniger fördern wir zukünftige Verteilungskämpfe zwischen Rentnern, anderen Transferleistungsempfängern und der arbeitenden Bevölkerung.

5. Sicherheitsfanatiker sollten nicht abgeschreckt sein. In den letzten 10 Jahren der Vorsorge könnte auch das ETF-Vorsorge-Depot mehr und mehr auf sicherere Instrumente umgestellt werden. Kapitalgarantien können gegen Ende der Einzahlungsperiode sinnvoller werden. 25-jährigen Menschen Kapitalgarantien zu verkaufen ist aber Unfug und reduziert nur Chancen. Der unfaire Vorteil junger Sparer ist die lange Zeit, die es ihnen erlaubt höhere Renditen zu erreichen. Riester zerstört diese Opportunität.

💪 #Lobby-Interessen? Banken, Versicherungen und Finanzvertriebe haben nicht ohne Grund einiges getan um Riester zu etablieren und am Leben zu halten. Ihnen gegenüber steht nun aber einer der mächtigsten Konzerne der Welt: BlackRock, der sich auf Billionen deutschen Anlegergeldes freuen könnte. Auch für #Neobroker sollte ein Wandel ein Segen sein.

Sollte die #FDP sich hier tatsächlich durchsetzen, und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hier ihren irrationalen Widerstand aufgeben, wäre das wirklich ein großer Durchbruch, dem ich entgegenfiebere.
Post image by Philipp Klöckner
Man kann von der #Übergewinnsteuer halten was man will, aber das Argument, dass man demzufolge auch die BioNTech SE für aus Not und Elend erzielte Überrenditen besteuern müsse ist von Politikern der FDP Freie Demokraten an den Haaren herbeigezogen, denn...

1. ⚡ Die Energiekonzerne, erhalten derzeit ohne einen Finger zu rühren, ohne zusätzliche Investitionen oder Risiko, ein Vielfaches der Erzeugungskosten. Das sind echte #Windfallprofits. Zumal wir auch recht sicher wissen, dass im umgekehrten Fall Verluste per Bailout solidarisiert werden würden (weil systemrelevant und so..)

2. 👨‍🔬🔬🧪Der Fall der #BioNTech ist ein vollkommen anderer. Hier hat man kurzfristig, innovativ und unter hohem #Risiko durch #Forschung und Arbeit eine neue Lösung für ein zuvor entstandenes Problem gefunden. Man hat NACH der Zäsur zielgerichtet auf eine Lösung hingearbeitet. 🧬#mRNA Impfstoffe haben zwar (derzeit) eine hohe Produzentenrente, aber auch eine NOCH höhere Konsumentenrente und gesellschaftliche Rendite, auch für andere Unternehmen.

Wer versucht, #Biontech in die Besteuerung einzubeziehen, will nur unberechtigt Kollateralschäden insinuieren, um eine #Übergewinnsteuer zu verhindern.

Zudem würde man BioNTech SE im Ernstfall nicht mit Staatshilfen retten, sondern (zurecht) behaupten, dass #Biotech eben Hochrisikogeschäft ist. Anfängliche Überrenditen sind zudem der einzige Weg Biotech- und Pharmaforschung überhaupt zu incentivieren.

Anders ist es wiederum bei 💨#Wind + ☀️#Solar-Energie. Hier möchte man den woken Gutmenschen kognitiv überfordern, indem man sagt die “guten Energien“ wollen wir ja nicht auch besteuern. Natürlich sollten wir erneuerbare Energien fördern; tatsächlich entstehen aber auch und GERADE hier #Windfallprofits, welche in jedem Fall gleich zu behandeln und ggf. abzuschöpfen sind.

PS: Dies ist kein Plädoyer FÜR eine Übergewinnsteuer, sondern richtet sich vordergründig gegen die tendenziösen Gegenargumente. Tatsächlich öffnet solch eine Steuer natürlich einen gefährlichen Handlungsspielraum für staatliche Willkür. Dennoch gibt es durchaus gute Gründe für eine solche Steuer, denn die Überrenditen entstehen nicht allein durch Angebot und Nachfrage, sondern durch die #MeritOrder beim Strompreis und vor allem steht der Extra-Rendite kein signifikantes Risiko entgegen, insb. sofern systemrelevante Energieunternehmen im Ernstfall mit Staatsmitteln gefördert werden.
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