Ich verlasse Ende März den Stifterverband, das Hochschulforum Digitalisierung (HFD) - und damit auch das University:Future Festival. Let me explain.

Ich weiß, dass das viele Leute überrascht. Die letzten Wochen habe ich noch fürs Festival auf die Trommel gehauen und jetzt gehe ich? Das wirkt erstmal widersprüchlich.

Ich bin jetzt seit 11 Jahren im Hochschulforum. Ich habe vor etwa zwei Jahren festgestellt: Wenn Leute mich fragten, wie lange ich dabei bin, errötete ich innerlich. Ich sehe mich selbst als neugierigen Menschen und ich halte viel davon, Jobs nach einigen Jahren zu wechseln. Das verhindert das Abgleiten in erlernte Rollen und Routinen. Ich wollte nie jemand sein, der "schon immer" da war.

Und plötzlich war ich es.

Gehalten hatten mich im HFD und im SV das wirklich großartige Kollegium, das University:Future Festival, das ich mir in seiner ersten Fassung einst selbst ausgedacht hatte (was das Festival geworden ist, ist natürlich ein Team-Ergebnis!) - und ganz besonders diese riesige Community.

Ich stehe in meiner Arbeit mit wahnsinnig vielen Menschen in freundlichen wechselseitigen Beziehungen. Wenn du das gerade liest, bist du vermutlich auch eine:r dieser Leute. Für mich ist diese Zusammenarbeit im Netzwerk ein großer Quell der Freude und Dankbarkeit. Danke dir! Von Herzen♥️!

Ich bin in meiner Öffentlichkeitsarbeit auf LinkedIn immer authentisch, die Begeisterung und das Engagement für das, was wir tun, war nie gespielt. Aber zur Ehrlichkeit gehört auch, dass es bei uns interne Entscheidungen gab, mit denen ich unglücklich war. Das kann sicher jede:r nachempfinden, der große Organisationen von innen kennt.

Mir war also in einem langen Prozess der Reflexion klar geworden: Ich möchte mich beruflich neu ausprobieren. Ich möchte an anderer Stelle (und idealerweise mit noch mehr Verantwortung) wirksam werden.

Ich bin recht normativ geprägt und inhaltlich kommen für mich nur drei Bereiche in Frage: Bildung (na klar) und außerdem Demokratiesicherung und Bekämpfung der Klimakrise. Ich gebe meine neue Aufgabe erst im April bekannt, kann aber bereits verraten: Es wird um die Energiewende gehen ⚡️.

Seit Ende Dezember steht fest, dass ich gehe. Wir waren übereingekommen, dass ich für unseren Call-Prozess noch das "Gesicht" des Festivals bleiben würde. Auch wenn mein Abgang bereits feststand: Das war echt. Ich bin absolut überzeugt, dass wir mit dem U:FF einen sehr wichtigen Beitrag zu einem positiven Kulturwandel in der Hochschulwelt leisten.

Ich gehe vor allem mit Dankbarkeit für all die Möglichkeiten, die ich im Hochschulforum und im Stifterverband hatte. Mit Freude über die Menschen, mit denen ich arbeiten durfte. Und mit Wehmut, dass ich diese Organisation, diese Veranstaltung und ein Stück weit auch diese Community verlasse.

Ich bin aber nicht aus der Welt. Ich bleibe aktiv. Und ich komme definitiv zum U:FF nach Berlin, dann als Besucher. Lust auf ein Beer:to Peer?