Was soll Psychiatrie eigentlich alles tunâ
Erwartungen an die gegenwĂ€rtige Psychiatrie sind hoch. Vor allem dann, wenn es um schwere psychische Erkrankungen gehtđĄ
Diagnostizieren.
Behandeln.
Stabilisieren.
Sicherheit schaffen.
Gewalt verhindern.
RĂŒckfĂ€lle verhindern.
Integrieren.
Möglichst schnell.
Möglichst dauerhaft.
Die RealitÀt ist jedoch diese:
Obdachlosigkeit ist unter psychisch erkrankten Menschen weit verbreitetâ
Ambulante Behandlungsangebote fehlen oder sind ĂŒber Monate nicht erreichbarâ
Geeignete besondere Wohnformen? Oft reine Theorieâ
UnterstĂŒtzungssysteme greifen spĂ€t, haben LĂŒcken oder existieren erst gar nichtâ
Die Erwartung: Die Klinik wird es richtenđ«Ł
Wie erreichen wir StabilitĂ€t, wenn um uns herum nur InstabilitĂ€t bestehtâ
Die Klinik kann im besten Fall vielesđ
Aber sie kann keine Wohnung ersetzenđ€·ââïž
Keine andauernde Nachsorge schaffenđ€·ââïž
Keine langfristige soziale Teilhabe garantierenđ€·ââïž
Kann die Gesellschaft nicht reparierenđ€·ââïž
Zwischen Pflichtverantwortung der Klinik und der oft diffusen ZustÀndigkeit anderer Systeme -
Eingliederungshilfe, Wohnungslosenhilfe, Behindertenhilfe, SozialhilfetrĂ€ger, Kommunen - ist Psychiatrie der einzige Ort, an dem Verantwortung nicht abgelehnt werden kann und wird damit zum Reparaturbetrieb gesellschaftlicher VersĂ€umnisse. Und wenn es nicht âfunktioniertâ, folgt die Kritik promptđ”âđ«
Klarer Fall von VerantwortungslĂŒckeđ€
Es ist Zeit fĂŒr eine neue Perspektive:
Nicht âWarum stabilisiert die Klinik nicht nachhaltig?â
sondern:
âWarum erwarten wir von Psychiatrie, was andere Systeme nicht leisten (wollen)?â
Wenn wir echte StabilitĂ€t wollen, braucht es mehr als Klinikbetten. Es braucht verbindliche ĂbergĂ€nge. Wohnraum. Ambulante Strukturen, die sich diagnoseunabhĂ€ngig um Betroffene kĂŒmmern können. Klare ZustĂ€ndigkeiten.
Und vor allem: gemeinsame Verantwortungâ€ïž
#mentalhealth #stigma #schizophrenie #bipolar #psychiatrie
Photocredit: iStockPhoto
Erwartungen an die gegenwĂ€rtige Psychiatrie sind hoch. Vor allem dann, wenn es um schwere psychische Erkrankungen gehtđĄ
Diagnostizieren.
Behandeln.
Stabilisieren.
Sicherheit schaffen.
Gewalt verhindern.
RĂŒckfĂ€lle verhindern.
Integrieren.
Möglichst schnell.
Möglichst dauerhaft.
Die RealitÀt ist jedoch diese:
Obdachlosigkeit ist unter psychisch erkrankten Menschen weit verbreitetâ
Ambulante Behandlungsangebote fehlen oder sind ĂŒber Monate nicht erreichbarâ
Geeignete besondere Wohnformen? Oft reine Theorieâ
UnterstĂŒtzungssysteme greifen spĂ€t, haben LĂŒcken oder existieren erst gar nichtâ
Die Erwartung: Die Klinik wird es richtenđ«Ł
Wie erreichen wir StabilitĂ€t, wenn um uns herum nur InstabilitĂ€t bestehtâ
Die Klinik kann im besten Fall vielesđ
Aber sie kann keine Wohnung ersetzenđ€·ââïž
Keine andauernde Nachsorge schaffenđ€·ââïž
Keine langfristige soziale Teilhabe garantierenđ€·ââïž
Kann die Gesellschaft nicht reparierenđ€·ââïž
Zwischen Pflichtverantwortung der Klinik und der oft diffusen ZustÀndigkeit anderer Systeme -
Eingliederungshilfe, Wohnungslosenhilfe, Behindertenhilfe, SozialhilfetrĂ€ger, Kommunen - ist Psychiatrie der einzige Ort, an dem Verantwortung nicht abgelehnt werden kann und wird damit zum Reparaturbetrieb gesellschaftlicher VersĂ€umnisse. Und wenn es nicht âfunktioniertâ, folgt die Kritik promptđ”âđ«
Klarer Fall von VerantwortungslĂŒckeđ€
Es ist Zeit fĂŒr eine neue Perspektive:
Nicht âWarum stabilisiert die Klinik nicht nachhaltig?â
sondern:
âWarum erwarten wir von Psychiatrie, was andere Systeme nicht leisten (wollen)?â
Wenn wir echte StabilitĂ€t wollen, braucht es mehr als Klinikbetten. Es braucht verbindliche ĂbergĂ€nge. Wohnraum. Ambulante Strukturen, die sich diagnoseunabhĂ€ngig um Betroffene kĂŒmmern können. Klare ZustĂ€ndigkeiten.
Und vor allem: gemeinsame Verantwortungâ€ïž
#mentalhealth #stigma #schizophrenie #bipolar #psychiatrie
Photocredit: iStockPhoto