Nicht aus Anstand.
Sondern aus Biologie. Und aus purer Leistungslogik.
Ich habe das frĂŒh gelernt.
Als Arzt an der Uniklinik hatte ich das GefĂŒhl:
Wenn ich Medizin wirklich verÀndern will, muss ich das System verstehen.
Also bin ich zwischenzeitlich in die Unternehmensberatung gegangen.
Meine erste Station: Siemens Management Consulting.
Nicht wegen des Namens.
Sondern wegen eines radikalen Prinzips:
Personal Fit vor Ego. Teamspirit vor Selbstdarstellung.
Was folgte, war eine meiner besten beruflichen Zeiten.
Dubai.
Indien.
SĂŒdamerika.
Harte Projekte. Lange Tage.
Aber Teams, in denen man sich sicher fĂŒhlen konnte.
Ich habe dort nicht weniger geleistet.
Ich habe mehr geleistet.
Weil ich nicht gegen Menschen arbeiten musste â sondern mit ihnen.
SpÀter war ich auch bei der Boston Consulting Group (BCG)
und bei Strategy&.
Hochprofessionelle Organisationen.
Brillante Köpfe.
Extrem leistungsorientete Umfelder.
Und ich habe dort viel gelernt.
RĂŒckblickend wurde mir eines kristallklar:
Nicht Exzellenz entscheidet â sondern Passung.
Und diese kann von Team zu Team, von Projekt zu Projekt sehr unterschiedlich sein.
Denn Exzellenz ohne menschliche Passung ist teuer.
Sie kostet Energie.
Sie kostet KreativitÀt.
Und sie kostet â auf Dauer â Gesundheit.
Die Wissenschaft ist hier gnadenlos klar:
Amy Edmondson (Harvard) zeigt: Psychological Safety ist der stĂ€rkste PrĂ€diktor fĂŒr Hochleistungsteams â nicht Druck, nicht Intelligenz, nicht Status.
Housman & Minor (Harvard) belegen: Schon ein einzelnes toxisches Teammitglied senkt messbar die Performance ganzer Teams â inklusive höherer Fehlerquoten, Fluktuation und KrankheitsausfĂ€llen.
Neurobiologisch bedeutet soziale Unsicherheit Dauerstress. Das limbische System ĂŒbernimmt. Lernen, Empathie und Innovation gehen offline.
Kurz gesagt:
Arschlöcher machen Teams schlechter. Und Menschen krank.
Und trotzdem tolerieren wir sie.
Weil sie âliefernâ.
Weil sie âhart sindâ.
Weil sie vermeintlich âunersetzlichâ wirken.
Ein fataler Irrtum.
Und genau hier wird es kein Karrierethema mehr.
Sondern ein Gesundheitsthema.
Ich sehe heute als Arzt tÀglich Menschen,
die nicht wegen eines kaputten Organs krank sind â
sondern weil sie jahrelang in Systemen funktioniert haben,
die nicht zu ihnen gepasst haben.
Chronischer Stress.
EntzĂŒndung.
Erschöpfung.
Sinnverlust.
Der Körper lĂŒgt nicht.
Er zieht nur irgendwann die Notbremse.
MUX ist aus genau dieser Erkenntnis entstanden.
Weil Gesundheit nicht im Labor beginnt â
sondern im Leben.
Im Umfeld.
Im Miteinander.
Und weil man Systeme wechseln darf.
Oder sie neu denken muss.
Bevor man selbst daran zerbricht.
Kultur schlÀgt Strategie.
Und Passung schlÀgt alles
MUX Health
MUX Care | Praxis Dr. Becker