Julia Bangerth

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Es macht (k)einen Unterschied.
Zwei Kinder.
Eine Aufgabe.
Eine gemeinsame Leistung.
Am Ende: 
schaut es euch selbst an!
 
Der Unterschied: Nicht wegen Fleiß oder Talent – sondern weil eines ein Junge und eines ein MĂ€dchen ist. Was das Video in zwei Minuten eindrĂŒcklich zeigt, ist immer noch RealitĂ€t.
 
Der unbereinigte Gender Pay Gap lag 2021 bei 19 %, 2025 immer noch bei 16 %. Selbst bei vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen im Schnitt 6 % weniger. Rund drei Viertel der LĂŒcke entstehen innerhalb von Unternehmen.
 
Dabei entsteht Ungleichheit selten durch bewusste Benachteiligung. Sie entsteht durch Routinen. Durch historisch gewachsene Muster. Durch Systeme, die nie oder zu wenig hinterfragt wurden.
 
Hebel gibt es genug: klar definierte Rollenprofile, transparente Bewertungslogiken, konsistente Gehaltsstrukturen, ein ehrlicher Blick darauf, wie wir „Performance“ definieren und ein fairer Zugang zu sichtbaren Projekten und SchlĂŒsselrollen.
 
Das diesjÀhrige Motto #EqualPayEveryDay trifft den Kern: Entgeltgleichheit darf kein symbolischer Aktionstag sein. Sie muss Standard sein.
 
Schaut euch das Video an. Es ist einfach. Es ist klar. Und es trifft.
 
#EqualPayDay #GenderPayGap #FairPay #Leadership #HR #epd2026
„Wir sind die letzte Generation, die nur mit Menschen arbeitet.“ Dieser Satz von Frauke von Polier ist bei mir hĂ€ngen geblieben, weil er sehr klar beschreibt, wie grundlegend sich Arbeit gerade verĂ€ndert.

KĂŒnstliche Intelligenz wird nicht nur ein Tool sein, das wir zusĂ€tzlich in unseren Arbeitsalltag integrieren. Sie verĂ€ndert schon heute die Vorbereitung von Entscheidungen, die ZugĂ€nglichkeit von Wissen, die Zusammenarbeit in Teams und die Rolle von FĂŒhrung.

👉 Deshalb halte ich die folgende Aussage von Frauke von Polier aus dem Handelsblatt-Interview fĂŒr besonders wichtig: “KI darf nicht an die IT delegiert werden.”

Genau das haben viele Unternehmen bei der Digitalisierung getan. Mit der Folge, dass VerÀnderungen hÀufig zu langsam, zu isoliert oder zu weit vom eigentlichen GeschÀft entfernt stattgefunden haben.

Bei KI wird das nicht funktionieren.

Denn KI verÀndert nicht nur Prozesse, sondern auch die Art und Weise, wie Organisationen arbeiten und wie Menschen Wertschöpfung erzeugen. Ein entsprechender Leitfaden darf daher nicht nur in isolierten Bereichen eines Unternehmens geplant und umgesetzt werden.

Das bedeutet auch: FĂŒhrung in Zeiten von KI muss sich verĂ€ndern.

Wer kĂŒnftig Verantwortung ĂŒbernimmt, wird nicht nur Teams aus Menschen fĂŒhren, sondern auch mit KI-Systemen, Agenten und automatisierten Prozessen arbeiten. Die Aufgabe von FĂŒhrung wird deshalb stĂ€rker darin liegen, Orientierung, Klarheit und Sicherheit zu geben.

Und genau darin liegt aus meiner Sicht einer der entscheidenden Punkte: KI-Kompetenz wird zur SchlĂŒsselqualifikation auf allen Ebenen eines Unternehmens.

Denn KI entfaltet ihre Wirkung nur dort, wo Unternehmen die richtigen Rahmenbedingungen schaffen: fĂŒr einen sicheren und sinnvollen Umgang mit dieser Technologie, auf allen Ebenen.


Danke, Frauke von Polier, fĂŒr diesen Artikel. Solche Impulse brauchen wir in der aktuellen Debatte.
Post image by Julia Bangerth
"Mehr Stunden arbeiten“ scheint gerade wieder eine erstaunlich einfache Antwort auf komplexe Fragen zu sein.đŸ€Šâ€â™€ïž
 
Was mich an der aktuellen Debatte ĂŒber Arbeitszeit stört, ist vor allem das Bild von Arbeit, das dahintersteckt.
 
Die Vorstellung „mehr Stunden = mehr Leistung“ stammt aus einer Arbeitswelt, in der Arbeit oft sichtbarer und klarer abgrenzbar organisiert war. UnabhĂ€ngig davon, ob sie körperlich oder geistig geprĂ€gt war.
 
Aber viele ArbeitsrealitÀten funktionieren heute anders.
Gerade in Wissensarbeit verlaufen Tage selten linear. Zwischen Meetings, spontanen Abstimmungen, konzentrierten Arbeitsphasen und immer mehr digitalen Tools entstehen Arbeitsrhythmen, die oft weniger von festen Zeitblöcken geprÀgt sind als von Verantwortung, Erreichbarkeit und permanenten Kontextwechseln.
 
Vielleicht ist das auch ein Grund, warum manche Debatten ĂŒber den Acht-Stunden-Tag fĂŒr mich zu kurz greifen. Nicht, weil Arbeitszeit oder arbeitsrechtliche Schutzmechanismen an Bedeutung verloren hĂ€tten. Im Gegenteil.
Klare Ruhezeiten, verlĂ€ssliche Regeln und Grenzen sind wichtige Errungenschaften. Sie schĂŒtzen Menschen davor, dass wirtschaftlicher Druck und dauerhafte Überforderung zulasten von Gesundheit gehen. Gerade in Zeiten hoher VerĂ€nderung halte ich das fĂŒr wichtiger denn je.
 
Gleichzeitig stimmt auch: Viele bestehende Regelungen passen nicht mehr zu jeder ArbeitsrealitĂ€t. Wer im Homeoffice arbeitet, zwischendurch Kinder betreut oder Arbeitszeit eigenstĂ€ndiger organisieren möchte, erlebt starre Tagesgrenzen eher als EinschrĂ€nkung und nicht als UnterstĂŒtzung.
 
Und genau darin liegt aus meiner Sicht die eigentliche Herausforderung: Arbeit flexibler zu gestalten, ohne Schutzmechanismen auszuhöhlen.
 
Denn mehr Einfluss auf die eigene Arbeitszeit kann durchaus ein Gewinn sein. Studien zeigen seit Jahren, dass Menschen zufriedener sind, wenn sie Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit stĂ€rker selbst gestalten können. Modelle, bei denen lĂ€ngere Arbeitstage bewusst gegen mehr freie Zeit eingetauscht werden, können deshalb fĂŒr viele attraktiv sein.
 
FlexibilitÀt funktioniert aber nur dort gut, wo klare Rahmenbedingungen, gute Arbeitsorganisation und verlÀssliche Ausgleichsmechanismen existieren. Und wo BeschÀftigte bei der Gestaltung mitreden. Gemeinsam mit den Betriebspartnern und abgestimmt auf den jeweiligen Arbeitskontext.
 
Die eigentliche Frage lautet deshalb fĂŒr mich nicht "Wie holen wir möglichst viele Stunden aus Menschen heraus?", sondern "Wie gestalten wir Arbeit so, dass Leistung langfristig möglich bleibt?". Und zwar ohne dass Fokus, Energie und Gesundheit dabei systematisch aufgebraucht werden.
 
Bin gespannt auf eure Meinung.
 
#Arbeitszeit #FĂŒhrung #GesundeArbeit #Achtstundentag
Post image by Julia Bangerth
9.000 Kilometer Entfernung, aber das gleiche GeschÀftsmodell.

DATEV eG und TKC wurden beide 1966 gegrĂŒndet: nur ein halbes Jahr auseinander, allerdings auf zwei verschiedenen Kontinenten.

Ich bin aktuell zu Besuch bei unserem langjĂ€hrigen Partner in Japan. Das Unternehmen erfĂŒllt dort eine sehr Ă€hnliche Rolle wie DATEV in Deutschland: Es unterstĂŒtzt den steuerberatenden Berufsstand mit Technologie und Software.

Und wenn ich schon in Japan bin, darf ein Bild mit Blick auf die legendĂ€re Shibuya Crossing natĂŒrlich nicht fehlen. War von oben deutlich einfacher als mitten im Geschehen 😊

Immer wieder beeindruckend: Tausende Menschen. Alle Richtungen. Kein Chaos.
Kein zentrales Kommando. Nur geteilte Orientierung und ein System, das funktioniert.


Eine Situation, die ich aktuell gerade oft wahrnehme: Wir investieren in Technologie. Aber wir unterschÀtzen, was es braucht, damit daraus Wirkung wird.
Deshalb ist es so wichtig, voneinander zu lernen, wie etwas geht. Aber auch ehrliche Selbstflexion und das Lernen aus den Erfahrungen und Fehlern der anderen ist essenziell.

Und genau deswegen ist der Austausch mit TKC fĂŒr mich so besonders: Diese Partnerschaft besteht seit ĂŒber 50 Jahren.
Im Jahr 1972 trafen sich unsere beiden GrĂŒnder, Dr. Heinz Sebiger und Dr. Takeshi Iizuka, zum ersten Mal. Aus diesem Austausch entstand eine Zusammenarbeit, die bis heute Bestand hat und von Vertrauen, gegenseitiger WertschĂ€tzung und einer gemeinsamen Mission getragen wird.

Das spannende? Trotz aller Unterschiede zwischen Deutschland und Japan stehen wir vor erstaunlich Àhnlichen Herausforderungen. Gerade deshalb ist dieser Austausch so wertvoll.

Wenn man sieht, wie andere LĂ€nder & Unternehmen mit Ă€hnlichen Fragen umgehen, entstehen oft neue Perspektiven auf die eigenen Lösungen. FĂŒr mich ist diese Partnerschaft ein schönes Beispiel dafĂŒr, dass Zusammenarbeit uns oftmals weiterbringt als Wettbewerb.

Ich genieße den Besuch in Japan, den offenen Austausch, die spannenden Einblicke und die beeindruckende Gastfreundschaft. Ich bin ĂŒberzeugt, dass unsere Partnerschaft auch in Zukunft ein wichtiger Impulsgeber fĂŒr beide Unternehmen bleiben wird!

Personal note: Eine Woche ohne Kaffee, dafĂŒr mit Matcha Latte geht richtig gut. 😀

#Japan #Tradition #TKC #DATEV
Post image by Julia Bangerth
„KI wird das Management ersetzen.“ Diese These lese ich in letzter Zeit immer hĂ€ufiger.
 
Auch im aktuellen Handelsblatt-Interview mit Stuart Russell wird sie sehr klar adressiert: Wenn KI rationaler entscheidet, mehr weiß und effizienter handelt, warum sollten Unternehmen dann noch Menschen in FĂŒhrungsfunktionen einsetzen?

Berechtigte Frage.
 
Meine Antwort: Weil FĂŒhrung mehr als Management ist.
 
Management = Prozesse, KPIs, Effizienz.
Das kann KI zunehmend besser.
 
FĂŒhrung = Orientierung, Vertrauen, Verantwortung.
Menschen durch Unsicherheit begleiten. Konflikte moderieren. Kultur prÀgen. Haltung zeigen.
 
Gerade in HR erleben wir diese Differenzierung sehr konkret:
Chatbots beantworten heute schon Standardfragen zu Urlaub, Richtlinien oder Prozessen. Das ist sinnvoll und entlastend.
Was KI jedoch nicht kann: empathisch zuhören, implizite Spannungen wahrnehmen, komplexe soziale Dynamiken einordnen, Verantwortung im moralischen Sinne ĂŒbernehmen.
Und genau hier beginnt echte FĂŒhrung.
 
Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob KI Menschen ersetzt.
Sondern: Welche Teile von Management automatisieren wir – und wie stĂ€rken wir gleichzeitig menschliche FĂŒhrung?
 
Technologie ersetzt keine Verantwortung.
Sie verschiebt sie.
KI braucht Rahmen. KI braucht Werte. KI braucht Entscheidungen darĂŒber, wie und wofĂŒr sie eingesetzt wird . Und wofĂŒr auch nicht.
 
Ich bin ĂŒberzeugt:
Management wird sich verÀndern.
FĂŒhrung bleibt menschlich.
Und vermutlich wird sie wichtiger denn je.
Post image by Julia Bangerth
Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag scheint gerade eine einfache Antwort auf steigende KrankenstĂ€nde zu sein. 🙄

Schon heute können Arbeitgeber verlangen, dass eine ArbeitsunfĂ€higkeit ab dem ersten Tag Ă€rztlich festgestellt wird. Sie können also dort reagieren, wo sie es fĂŒr erforderlich halten. KĂŒnftig soll dies der gesetzliche Normalfall werden, von dem Unternehmen wiederum abweichen können.

Ich frage mich, welches Problem wir damit lösen? Und welches Bild von BeschÀftigten wir gleichzeitig stÀrken.

NatĂŒrlich gibt es Situationen, in denen Nachweise und konsequentes Handeln notwendig sind. Die Möglichkeit dazu muss bestehen. Aus solchen FĂ€llen eine allgemeine gesetzliche Ausgangslage abzuleiten, wird der RealitĂ€t in Unternehmen jedoch nur begrenzt gerecht.

KrankenstÀnde haben unterschiedliche Ursachen. TÀtigkeiten und Belastungen unterscheiden sich ebenso wie Unternehmenskulturen und konkrete Situationen. Eine pauschale Vorgabe erzeugt Arztkontakte und zusÀtzlichen Aufwand auch dort, wo weder Zweifel noch ein lÀngerer Ausfall bestehen.

Und nicht jeder Anstieg in der Statistik ist ein echter. Die EinfĂŒhrung der eAU hat dafĂŒr gesorgt, dass kurze Erkrankungen erstmals vermehrt erfasst werden.

In der Debatte schwingt ein Narrativ mit, das ich besonders kritisch sehe: das Bild der faulen BeschÀftigten, die das System ausnutzen. Wer dort ansetzt, beginnt beim Misstrauen.

Vertrauen und klare Regeln schließen sich nicht aus. Aus meiner Sicht gehört beides zusammen: Organisationen brauchen den Handlungsspielraum, grundsĂ€tzlich vertrauensvoll und in begrĂŒndeten FĂ€llen konsequent handeln zu können.

Übrigens: Wer ab Tag eins zum Arzt gehen muss, wird auch ab Tag eins erfasst. Das wird der Statistik vermutlich nicht gefallen.😉

Bin gespannt auf eure Perspektive.
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Meine Tochter hat mir dieses Buch regelrecht aus der Hand gerissen.

Ich habe mich riesig gefreut, das neue Buch von Prof. Dr. Yasmin Weiß vorab lesen zu dĂŒrfen. Gerade weil mich die Frage intensiv beschĂ€ftigt, wie KI unsere Arbeitswelt und FĂŒhrung verĂ€ndert.

Meine Tochter wiederum schreibt gerade ihre W-Seminararbeit ĂŒber „Demokratien unter Druck“ und den Einfluss von Desinformation und Social Media auf unsere Demokratie.

Und plötzlich lag Yasmins Buch auf ihrem Schreibtisch statt auf meinem.

Auf den ersten Blick beschĂ€ftigen wir uns mit ziemlich unterschiedlichen Themen. Sie mit Demokratie, ich mit FĂŒhrung. Und doch geht es im Kern um dieselbe Frage: Was bedeutet es fĂŒr uns Menschen, wenn Technologie immer mehr von oder fĂŒr uns ĂŒbernimmt?

Genau darum geht es in Yasmins neuem Buch.

Wenn KI immer mehr Analyse und Entscheidungsvorbereitung ĂŒbernimmt, was wird dann wichtiger?

UrteilsfÀhigkeit. Verantwortung. Orientierung. Und die FÀhigkeit, Entscheidungen nicht nur datenbasiert, sondern auch im menschlichen und gesellschaftlichen Kontext zu treffen.

Vielleicht erklÀrt genau das, warum dieses Buch gerade zwischen meinem Schreibtisch und dem meiner Tochter hin- und herwandert.

Denn die Frage, was uns Menschen im KI-Zeitalter ausmacht, betrifft eben nicht nur die Zukunft der Arbeit. Sie betrifft auch die Gesellschaft, in der wir leben wollen.

Das Buch erscheint am 27. August. Ich empfehle es gerne jetzt schon.

Liebe Yasmin, unser nÀchstes GesprÀch wird auch dank dieses Buches sicher kein kurzes. Und möglicherweise bringe ich noch jemanden mit.

#Buchempfehlung
Post image by Julia Bangerth
Intensiver Austausch mit Blick in die Zukunft.
Mit meinen Vorstandskollegen war genau das der Modus der letzten 7 Tage: gemeinsam hinschauen, zuhören, einordnen und in den Dialog gehen.
 
2x InfogesprÀche (Austausch mit unseren Vertreterinnen & Vertretern), 1x Bundessteuerberater-Kongress. 
 
Unterschiedliche Formate, aber ein Ă€hnlicher Kern: der offene Dialog ĂŒber aktuelle Themen. Kurz und knapp: Transformation, Menschen, Digitalisierung & KI.
 
Auf dem Bundesteuerberater-Kongress in Berlin hat Hartmut Schwab, PrÀsident der Bundessteuerberaterkammer KdöR, in seiner Eröffnungsrede unterstrichen, was es aus seiner Sicht aktuell braucht:
 
âžĄïž Empathie
âžĄïž KontextfĂ€higkeit
âžĄïž Offene Debatten
âžĄïž Den Willen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
 
Das sind konkrete Anforderungen an Menschen, Organisationen und Politik. Wenn Rahmenbedingungen unsicherer werden und sich vieles gleichzeitig verschiebt, braucht es:
 
StabilitÀt im Wandel.
 
Als Genossenschaft erleben wir genau das. Wir als DATEV eG gehören unseren Mitgliedern und man spĂŒrt deutlich, dass "Zukunft gestalten. Gemeinsam." gelebte RealitĂ€t ist: wenn nachgefragt wird, wenn Sichtweisen aufeinandertreffen und wenn daraus ein Dialog entsteht, der von Vertrauen getragen ist. Auf beiden Seiten.
 
Danke fĂŒr diese GesprĂ€che. 💚
 
#DATEV #wirsindDATEV #Genossenschaft #DStBK2026 #DatevBotschafter
Post image by Julia Bangerth
„Ich bin ein Freund davon, Menschen etwas zuzutrauen.“ 
 
Ein Satz, den ich kĂŒrzlich in einem Interview im SPIEGEL mit der Komikerin Peachy, mit bĂŒrgerlichem Namen Reni Alexandrow, gelesen habe. 
Und ich musste unweigerlich beim Lesen nicken, denn dieser Satz bringt ein Menschenbild auf den Punkt, das ich zutiefst sympathisch finde. 
 
Ermutigen statt klein reden, befÀhigen statt ausgrenzen. 
 
Und wenn man es sich ĂŒberlegt, kann man diesen Satz auf so viele Dinge anwenden, die uns gerade umtreiben. 
 
Die Generationendiskussion beispielsweise: Die Boomer seien laut Klischee so und so und die Gen Z sei wiederum ganz anders. Diese ganzen Stereotype, die immer wieder zitiert werden und die ich schon alleine deswegen hier nicht wiedergeben will. 
 
Ziemlich sicher ist diese Verschiedenheit von Generationen, also von Menschen, gerade das Kapital. Egal, ob alt oder jung.
Wenn wir es holzschnittartig haben wollen: Erfahrung trifft auf Neugier und Umtriebigkeit. Ist doch gut. 
 
Gerade die vielgescholtene Gen Z muss sich immer wieder mit Vorurteilen herumschlagen, die ihr entgegengebracht werden. 
Stichwort KI: Im Berufsalltag stellen wir fest, dass junge Menschen hÀufig unterschÀtzt werden. Sie gehen mit Tools ganz selbstverstÀndlich um und das, obwohl in der Schule und in vielen Ausbildungsberufen noch viel Luft nach oben beim Thema KI ist. 
 
Dieses Wissen, diese Expertise, die sich junge Menschen selbst angeeignet haben, ist ideal, um beispielsweise in Tandems mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen weitergegeben zu werden. Und natĂŒrlich andersherum.
 
Ja, ich kann diesen Satz wirklich nur dick unterstreichen:  
Auch ich bin ein Fan davon, Menschen etwas zuzutrauen!
Post image by Julia Bangerth
20.000 Follower.

Ich habe ĂŒberlegt, ob ich dazu einen klassischen Meilenstein-Post schreiben soll. Mit Dankbarkeit, ein paar Statistiken und einem RĂŒckblick auf die letzten Jahre.

Aber wenn wir gerade in die Welt schauen, sehen wir vor allem eines:
geopolitische Spannungen, gesellschaftliche Herausforderungen, wirtschaftliche Unsicherheiten, technologische SprĂŒnge.
Vieles verĂ€ndert sich gleichzeitig – und nicht alles davon macht zuversichtlich.

Deshalb heute keine Statistiken.
Sondern ein Gedanke zu dem, was wirklich zÀhlt:
Miteinander.

Über 20.000 Menschen folgen diesem Austausch hier. Das ist keine Kennzahl.
Das sind 20.000 Perspektiven, Erfahrungen und Stimmen. Menschen, die diskutieren, ergÀnzen, hinterfragen.

Die sich mit Fragen beschÀftigen, die uns alle bewegen, wie zum Beispiel:

Wie verÀndert KI unsere Arbeitswelt?
Wie gelingt Transformation, ohne Menschen zu verlieren?
Was bedeutet FĂŒhrung, wenn Orientierung wichtiger wird als perfekte Antworten?

Diese Fragen treiben mich auch in meiner tÀglichen Arbeit um.
Technologie verÀndert viel. Aber entscheidend bleibt, wie wir als Menschen miteinander umgehen.

FĂŒr mich heißt das: Verantwortung ĂŒbernehmen.
FĂŒr Orientierung. FĂŒr Dialog. FĂŒr eine Kultur, in der Menschen VerĂ€nderung nicht nur erleben, sondern mitgestalten.
Und ich sehe es auch als meine Aufgabe, hier Vorbild zu sein. FĂŒr unsere Mitarbeitenden und fĂŒr die vielen DATEV-Botschafterinnen und Botschafter, die jeden Tag zeigen, was Zusammenarbeit wirklich bedeutet.

Der grĂ¶ĂŸte Wert dieses Netzwerks?
Wenn aus digitalem Austausch echte Begegnungen werden.
Wenn man sich zum ersten Mal persönlich trifft – und merkt: Wir sprechen eigentlich schon lange miteinander.

Ich wĂŒnsche mir fĂŒr die Zukunft mehr Zuversicht.
Und ein starkes, gemeinsames und positives Zukunftsbild – in allen Bereichen.

Danke fĂŒr eure Gedanken, eure Perspektiven und die vielen klugen Diskussionen hier.

Ich freue mich auf alles, was wir gemeinsam weiterdenken.

#DATEV #DATEVBotschafter #WirsindDATEV #Zukunftgestalten #Gemeinsam #20k
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Gerade im Zeitalter von KI suchen Arbeitgeber vor allem nach Skills, die Menschen menschlich machen!

Stepstone hat alle Stellenanzeigen auf der eigenen Plattform von 2019 bis 2025 ausgewertet: Soft Skills (oder wie ich sie nenne: Future Skills) werden in fast jedem zweiten Job explizit gefordert. 2019 war es noch jeder Vierte.

ZuverlÀssigkeit ist seit 2019 um 354 % gefragter geworden.
SelbststÀndigkeit hat um 168 % zugelegt, FlexibilitÀt um 150 %, TeamfÀhigkeit um 138 %.

Gleichzeitig verlieren klassische Tech-Kompetenzen deutlich an Boden: Big Data ist um 59 % weniger gefragt als noch vor sechs Jahren, Internet of Things sogar um 70 %. Das bedeutet nicht, dass technisches Wissen unwichtig wird. Es reicht allein nur nicht mehr aus.

Je mehr Aufgaben KI ĂŒbernimmt, desto deutlicher wird, was Menschen einzigartig macht:
Die FĂ€higkeit, einem Team wirklich Halt zu geben.
Die Bereitschaft, sich immer wieder neu einzustellen, ohne den Faden zu verlieren.
Das Vertrauen, das entsteht, wenn jemand wirklich verlÀsslich ist, nicht weil eine Kennzahl es fordert, sondern weil es zur eigenen Haltung gehört.

Deshalb nenne ich diese Skills seit Jahren nicht Soft Skills, sondern Future Skills. Denn „soft" suggeriert, dass sie ein angenehmes Beiwerk zu den vermeintlich „harten" Qualifikationen sind, die Daten zeigen das Gegenteil: Sie sind lĂ€ngst die entscheidende WĂ€hrung am Arbeitsmarkt.

Was mich dabei beschÀftigt, ist die Frage, wie wir als Unternehmen darauf reagieren. Es reicht nicht, diese Skills in Stellenanzeigen zu fordern, wenn wir gleichzeitig Strukturen aufrechterhalten, die ihr Entstehen gar nicht erst ermöglichen.

ZuverlÀssigkeit wÀchst dort, wo echtes Vertrauen herrscht. FlexibilitÀt entsteht dort, wo Menschen tatsÀchlich Gestaltungsspielraum haben. Und TeamfÀhigkeit entwickelt sich in Kulturen, in denen Zusammenarbeit wirklich gewollt ist, nicht nur auf dem Papier.

KI wird unsere Arbeit weiter verĂ€ndern und das ist gut so. Aber wir mĂŒssen uns die Frage stellen, welche Menschen wir dabei brauchen und welche Bedingungen wir schaffen mĂŒssen, damit sie ihr Bestes geben können.
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350 Menschen in NĂŒrnberg. Eine Frage an den Saal: Wer glaubt, dass der eigene Job bis 2030 noch so aussieht wie heute? Fast keine Hand ging hoch. Und was danach folgte, war keine Aufbruchsstimmung, sondern echte Orientierungslosigkeit.
 
Letzten Donnerstag war ich bei den NĂŒrnberger GesprĂ€chen des Institut fĂŒr Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Unter dem Motto „Deutschland 2030" haben wir diskutiert, wie Deutschland wirtschaftliche Dynamik zurĂŒckgewinnt. Und was das fĂŒr Arbeit, FĂŒhrung und Menschen bedeutet. Mit dabei: Leonie Gerbers, Daniel Terzenbach und Maximilian Hahnenkamp.
 
Die Frage, die mich durch den ganzen Abend begleitet hat, war: Wie erhalten wir die BeschÀftigungsfÀhigkeit der Menschen und wie schaffen wir es, annÀhernd so schnell zu lernen, wie sich Technologie entwickelt? Denn bis 2030 werden deutlich weniger Menschen erwerbstÀtig sein. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an jeden Einzelnen.
 
Das fĂŒhrt zu einer unbequemen Erkenntnis. Die eigentliche Herausforderung ist nicht, KI einzufĂŒhren. Sondern gemeinsam zu klĂ€ren, welche Rolle der Mensch dabei bewusst einnimmt und wie wir sicherstellen, dass Menschen dafĂŒr gerĂŒstet sind. Arbeit verĂ€ndert sich weniger in Berufen als in Aufgaben und wer neue Technologien einfach in bestehende Strukturen einbaut, wird merken, dass das nur eine Zeit lang funktioniert. Das ist keine technische Frage. Das ist eine FĂŒhrungsaufgabe.
 
Die Antwort darauf hĂ€ngt daran, wie ernst wir Lernen nehmen. Kontextbezogen, kontinuierlich, eingebettet in die Arbeit selbst. Nicht als gelegentliche Maßnahme, sondern als Grundbedingung fĂŒr BeschĂ€ftigungsfĂ€higkeit. Eine Verantwortung, die Unternehmen, Bildung und FĂŒhrung gleichermaßen tragen.
 
Ein ganz spezieller Satz aus der Diskussion, den ich mit euch teilen möchte, kam von StaatssekretĂ€rin Leonie Gerbers im Bundesministerium fĂŒr Arbeit und Soziales: "Auch wenn die Zeiten nicht einfach sind, ist es wichtig, auch Chancen zu sehen und Zuversicht zu schöpfen.“
 
Die Unsicherheit im Saal war spĂŒrbar. Aber sie ist kein Schicksal. Deutschland 2030 wird nicht dadurch entstehen, dass wir abwarten, wie sich Technologie entwickelt – sondern dadurch, dass wir heute klĂ€ren, wofĂŒr wir Menschen morgen brauchen.
 
 
#NĂŒrnbergerGesprĂ€che #Deutschland2030
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Vorurteile sind kleine Abziehbilder der RealitĂ€t. Sie schieben KomplexitĂ€t und WidersprĂŒche beiseite und liefern klare Standpunkte, die man mit großer Überzeugung vertreten kann.
Was gegen Vorurteile hilft? Eigene Erfahrungen.

Genau deshalb bin ich mit 16 DATEV-Kolleginnen und Kollegen nach China gereist. Auf eine AI Innovation Study Tour. Unser Ziel: verstehen, wie dort ĂŒber KĂŒnstliche Intelligenz gedacht wird, wie sie eingesetzt wird und welche Rolle sie kĂŒnftig in der Arbeitswelt spielen könnte.

China wird in Europa intensiv diskutiert - politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Umso wichtiger ist es, sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie dort mit Zukunftstechnologien umgegangen wird. Was ich erlebt habe, war vor allem eines: eine große Offenheit gegenĂŒber Technologie und Innovationen und ein beeindruckender Umsetzungswille.
Nur einige EindrĂŒcke, die mich besonders beschĂ€ftigen:

🟱 Die Dimensionen sind gewaltig. Einzelne Unternehmen planen in den nĂ€chsten Jahren Investitionen von mehreren hundert Milliarden Euro in AI. Rund um Shanghai, Shenzhen und Hongkong entstehen Innovationscluster in einem Tempo, das ich so noch nicht gesehen habe.

🟱 AI-Agenten ĂŒbernehmen bereits heute feste Aufgaben in Unternehmen. Sie sind nicht mehr nur Werkzeuge einzelner Mitarbeitender, sondern Teil von Teams, mit klaren Rollen und definierten Verantwortlichkeiten. Sie werden im Organigramm abgebildet, es gibt Hierarchien untereinander und sogar einen persönlichen Performance review je Agent. Bei zu vielen "red flags" wird der Agent abgesetzt.

🟱 Immer wieder fiel ein Begriff: „China Speed“. Gemeint ist die Konsequenz, mit der Ideen umgesetzt werden. Nicht lange analysieren sondern machen. Der Wille, ambitionierte Ziele zu setzen und dann konsequent ins Handeln zu kommen, ist bemerkenswert.

🟱 FĂŒr mich war es der erste Besuch in China. Viele medial geprĂ€gte Vorstellungen wurden durch die unmittelbare Begegnung mit den Menschen vor Ort herausgefordert. Freundlich, offen, technologiebegeistert und gleichzeitig mit einer klaren Vorstellung davon, welche Rolle ihr Land kĂŒnftig spielen soll.

Mein wichtigstes Learning aus dieser Woche:
👉 Es gibt keine einfachen Antworten. Weder in China noch in Deutschland.
Gerade deshalb halte ich es fĂŒr wichtig, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und zu verstehen, wie andere Gesellschaften mit Zukunftstechnologien umgehen. Nicht, um alles zu ĂŒbernehmen. Sondern um bewusst zu entscheiden, was wir daraus fĂŒr unseren eigenen Weg lernen können.

Denn eines wurde bei nahezu jedem GesprÀch zum Thema AI deutlich:
This is just the beginning.
Post image by Julia Bangerth
Herzlichen GlĂŒckwunsch zum 60, liebe DATEV!

Wir feiern dich! Mit Stolz, mit LĂ€cheln – und mit Krapfen in DATEV-GrĂŒn. 💚

Aber vor allem mit einem großartigen Team, das zeigt, was unsere Genossenschaft seit 60 Jahren ausmacht: Zusammenhalt, Mut und Lust auf Zukunft.

Was 1966 mit einer starken Idee begann, ist heute eine starke Gemeinschaft.
Und 60 fĂŒhlt sich kein bisschen alt an. Sondern voller Energie fĂŒr das, was kommt.

Danke an alle, die DATEV eG jeden Tag mit Leben fĂŒllen.
Ich wĂŒnsche uns, dass wir unseren DATEV-Spirit und den Mut bewahren.
Auf die nÀchsten 60 Jahre, in denen wir gemeinsam Zukunft gestalten.
Alles Gute zum Geburtstag!

#wirsindDATEV #DATEV60 #Gemeinsam #Zukunftgestalten #SchonImmerZukunft
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