Julia Bangerth

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Es macht (k)einen Unterschied.
Zwei Kinder.
Eine Aufgabe.
Eine gemeinsame Leistung.
Am Ende: …schaut es euch selbst an!
 
Der Unterschied: Nicht wegen Fleiß oder Talent – sondern weil eines ein Junge und eines ein Mädchen ist. Was das Video in zwei Minuten eindrücklich zeigt, ist immer noch Realität.
 
Der unbereinigte Gender Pay Gap lag 2021 bei 19 %, 2025 immer noch bei 16 %. Selbst bei vergleichbarer Qualifikation verdienen Frauen im Schnitt 6 % weniger. Rund drei Viertel der Lücke entstehen innerhalb von Unternehmen.
 
Dabei entsteht Ungleichheit selten durch bewusste Benachteiligung. Sie entsteht durch Routinen. Durch historisch gewachsene Muster. Durch Systeme, die nie oder zu wenig hinterfragt wurden.
 
Hebel gibt es genug: klar definierte Rollenprofile, transparente Bewertungslogiken, konsistente Gehaltsstrukturen, ein ehrlicher Blick darauf, wie wir „Performance“ definieren und ein fairer Zugang zu sichtbaren Projekten und Schlüsselrollen.
 
Das diesjährige Motto #EqualPayEveryDay trifft den Kern: Entgeltgleichheit darf kein symbolischer Aktionstag sein. Sie muss Standard sein.
 
Schaut euch das Video an. Es ist einfach. Es ist klar. Und es trifft.
 
#EqualPayDay #GenderPayGap #FairPay #Leadership #HR #epd2026
"Mehr Stunden arbeiten“ scheint gerade wieder eine erstaunlich einfache Antwort auf komplexe Fragen zu sein.🤦‍♀️
 
Was mich an der aktuellen Debatte über Arbeitszeit stört, ist vor allem das Bild von Arbeit, das dahintersteckt.
 
Die Vorstellung „mehr Stunden = mehr Leistung“ stammt aus einer Arbeitswelt, in der Arbeit oft sichtbarer und klarer abgrenzbar organisiert war. Unabhängig davon, ob sie körperlich oder geistig geprägt war.
 
Aber viele Arbeitsrealitäten funktionieren heute anders.
Gerade in Wissensarbeit verlaufen Tage selten linear. Zwischen Meetings, spontanen Abstimmungen, konzentrierten Arbeitsphasen und immer mehr digitalen Tools entstehen Arbeitsrhythmen, die oft weniger von festen Zeitblöcken geprägt sind als von Verantwortung, Erreichbarkeit und permanenten Kontextwechseln.
 
Vielleicht ist das auch ein Grund, warum manche Debatten über den Acht-Stunden-Tag für mich zu kurz greifen. Nicht, weil Arbeitszeit oder arbeitsrechtliche Schutzmechanismen an Bedeutung verloren hätten. Im Gegenteil.
Klare Ruhezeiten, verlässliche Regeln und Grenzen sind wichtige Errungenschaften. Sie schützen Menschen davor, dass wirtschaftlicher Druck und dauerhafte Überforderung zulasten von Gesundheit gehen. Gerade in Zeiten hoher Veränderung halte ich das für wichtiger denn je.
 
Gleichzeitig stimmt auch: Viele bestehende Regelungen passen nicht mehr zu jeder Arbeitsrealität. Wer im Homeoffice arbeitet, zwischendurch Kinder betreut oder Arbeitszeit eigenständiger organisieren möchte, erlebt starre Tagesgrenzen eher als Einschränkung und nicht als Unterstützung.
 
Und genau darin liegt aus meiner Sicht die eigentliche Herausforderung: Arbeit flexibler zu gestalten, ohne Schutzmechanismen auszuhöhlen.
 
Denn mehr Einfluss auf die eigene Arbeitszeit kann durchaus ein Gewinn sein. Studien zeigen seit Jahren, dass Menschen zufriedener sind, wenn sie Beginn und Ende ihrer Arbeitszeit stärker selbst gestalten können. Modelle, bei denen längere Arbeitstage bewusst gegen mehr freie Zeit eingetauscht werden, können deshalb für viele attraktiv sein.
 
Flexibilität funktioniert aber nur dort gut, wo klare Rahmenbedingungen, gute Arbeitsorganisation und verlässliche Ausgleichsmechanismen existieren. Und wo Beschäftigte bei der Gestaltung mitreden. Gemeinsam mit den Betriebspartnern und abgestimmt auf den jeweiligen Arbeitskontext.
 
Die eigentliche Frage lautet deshalb für mich nicht "Wie holen wir möglichst viele Stunden aus Menschen heraus?", sondern "Wie gestalten wir Arbeit so, dass Leistung langfristig möglich bleibt?". Und zwar ohne dass Fokus, Energie und Gesundheit dabei systematisch aufgebraucht werden.
 
Bin gespannt auf eure Meinung.
 
#Arbeitszeit #Führung #GesundeArbeit #Achtstundentag
Post image by Julia Bangerth
9.000 Kilometer Entfernung, aber das gleiche Geschäftsmodell.

DATEV eG und TKC wurden beide 1966 gegründet: nur ein halbes Jahr auseinander, allerdings auf zwei verschiedenen Kontinenten.

Ich bin aktuell zu Besuch bei unserem langjährigen Partner in Japan. Das Unternehmen erfüllt dort eine sehr ähnliche Rolle wie DATEV in Deutschland: Es unterstützt den steuerberatenden Berufsstand mit Technologie und Software.

Und wenn ich schon in Japan bin, darf ein Bild mit Blick auf die legendäre Shibuya Crossing natürlich nicht fehlen. War von oben deutlich einfacher als mitten im Geschehen 😊

Immer wieder beeindruckend: Tausende Menschen. Alle Richtungen. Kein Chaos.
Kein zentrales Kommando. Nur geteilte Orientierung und ein System, das funktioniert.


Eine Situation, die ich aktuell gerade oft wahrnehme: Wir investieren in Technologie. Aber wir unterschätzen, was es braucht, damit daraus Wirkung wird.
Deshalb ist es so wichtig, voneinander zu lernen, wie etwas geht. Aber auch ehrliche Selbstflexion und das Lernen aus den Erfahrungen und Fehlern der anderen ist essenziell.

Und genau deswegen ist der Austausch mit TKC für mich so besonders: Diese Partnerschaft besteht seit über 50 Jahren.
Im Jahr 1972 trafen sich unsere beiden Gründer, Dr. Heinz Sebiger und Dr. Takeshi Iizuka, zum ersten Mal. Aus diesem Austausch entstand eine Zusammenarbeit, die bis heute Bestand hat und von Vertrauen, gegenseitiger Wertschätzung und einer gemeinsamen Mission getragen wird.

Das spannende? Trotz aller Unterschiede zwischen Deutschland und Japan stehen wir vor erstaunlich ähnlichen Herausforderungen. Gerade deshalb ist dieser Austausch so wertvoll.

Wenn man sieht, wie andere Länder & Unternehmen mit ähnlichen Fragen umgehen, entstehen oft neue Perspektiven auf die eigenen Lösungen. Für mich ist diese Partnerschaft ein schönes Beispiel dafür, dass Zusammenarbeit uns oftmals weiterbringt als Wettbewerb.

Ich genieße den Besuch in Japan, den offenen Austausch, die spannenden Einblicke und die beeindruckende Gastfreundschaft. Ich bin überzeugt, dass unsere Partnerschaft auch in Zukunft ein wichtiger Impulsgeber für beide Unternehmen bleiben wird!

Personal note: Eine Woche ohne Kaffee, dafür mit Matcha Latte geht richtig gut. 😀

#Japan #Tradition #TKC #DATEV
Post image by Julia Bangerth
„KI wird das Management ersetzen.“ Diese These lese ich in letzter Zeit immer häufiger.
 
Auch im aktuellen Handelsblatt-Interview mit Stuart Russell wird sie sehr klar adressiert: Wenn KI rationaler entscheidet, mehr weiß und effizienter handelt, warum sollten Unternehmen dann noch Menschen in Führungsfunktionen einsetzen?

Berechtigte Frage.
 
Meine Antwort: Weil Führung mehr als Management ist.
 
Management = Prozesse, KPIs, Effizienz.
Das kann KI zunehmend besser.
 
Führung = Orientierung, Vertrauen, Verantwortung.
Menschen durch Unsicherheit begleiten. Konflikte moderieren. Kultur prägen. Haltung zeigen.
 
Gerade in HR erleben wir diese Differenzierung sehr konkret:
Chatbots beantworten heute schon Standardfragen zu Urlaub, Richtlinien oder Prozessen. Das ist sinnvoll und entlastend.
Was KI jedoch nicht kann: empathisch zuhören, implizite Spannungen wahrnehmen, komplexe soziale Dynamiken einordnen, Verantwortung im moralischen Sinne übernehmen.
Und genau hier beginnt echte Führung.
 
Die entscheidende Frage ist daher nicht, ob KI Menschen ersetzt.
Sondern: Welche Teile von Management automatisieren wir – und wie stärken wir gleichzeitig menschliche Führung?
 
Technologie ersetzt keine Verantwortung.
Sie verschiebt sie.
KI braucht Rahmen. KI braucht Werte. KI braucht Entscheidungen darüber, wie und wofür sie eingesetzt wird . Und wofür auch nicht.
 
Ich bin überzeugt:
Management wird sich verändern.
Führung bleibt menschlich.
Und vermutlich wird sie wichtiger denn je.
Post image by Julia Bangerth
Intensiver Austausch mit Blick in die Zukunft.
Mit meinen Vorstandskollegen war genau das der Modus der letzten 7 Tage: gemeinsam hinschauen, zuhören, einordnen und in den Dialog gehen.
 
2x Infogespräche (Austausch mit unseren Vertreterinnen & Vertretern), 1x Bundessteuerberater-Kongress. 
 
Unterschiedliche Formate, aber ein ähnlicher Kern: der offene Dialog über aktuelle Themen. Kurz und knapp: Transformation, Menschen, Digitalisierung & KI.
 
Auf dem Bundesteuerberater-Kongress in Berlin hat Hartmut Schwab, Präsident der Bundessteuerberaterkammer KdöR, in seiner Eröffnungsrede unterstrichen, was es aus seiner Sicht aktuell braucht:
 
➡️ Empathie
➡️ Kontextfähigkeit
➡️ Offene Debatten
➡️ Den Willen, gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
 
Das sind konkrete Anforderungen an Menschen, Organisationen und Politik. Wenn Rahmenbedingungen unsicherer werden und sich vieles gleichzeitig verschiebt, braucht es:
 
Stabilität im Wandel.
 
Als Genossenschaft erleben wir genau das. Wir als DATEV eG gehören unseren Mitgliedern und man spürt deutlich, dass "Zukunft gestalten. Gemeinsam." gelebte Realität ist: wenn nachgefragt wird, wenn Sichtweisen aufeinandertreffen und wenn daraus ein Dialog entsteht, der von Vertrauen getragen ist. Auf beiden Seiten.
 
Danke für diese Gespräche. 💚
 
#DATEV #wirsindDATEV #Genossenschaft #DStBK2026 #DatevBotschafter
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„Ich bin ein Freund davon, Menschen etwas zuzutrauen.“ 
 
Ein Satz, den ich kürzlich in einem Interview im SPIEGEL mit der Komikerin Peachy, mit bürgerlichem Namen Reni Alexandrow, gelesen habe. 
Und ich musste unweigerlich beim Lesen nicken, denn dieser Satz bringt ein Menschenbild auf den Punkt, das ich zutiefst sympathisch finde. 
 
Ermutigen statt klein reden, befähigen statt ausgrenzen. 
 
Und wenn man es sich überlegt, kann man diesen Satz auf so viele Dinge anwenden, die uns gerade umtreiben. 
 
Die Generationendiskussion beispielsweise: Die Boomer seien laut Klischee so und so und die Gen Z sei wiederum ganz anders. Diese ganzen Stereotype, die immer wieder zitiert werden und die ich schon alleine deswegen hier nicht wiedergeben will. 
 
Ziemlich sicher ist diese Verschiedenheit von Generationen, also von Menschen, gerade das Kapital. Egal, ob alt oder jung.
Wenn wir es holzschnittartig haben wollen: Erfahrung trifft auf Neugier und Umtriebigkeit. Ist doch gut. 
 
Gerade die vielgescholtene Gen Z muss sich immer wieder mit Vorurteilen herumschlagen, die ihr entgegengebracht werden. 
Stichwort KI: Im Berufsalltag stellen wir fest, dass junge Menschen häufig unterschätzt werden. Sie gehen mit Tools ganz selbstverständlich um und das, obwohl in der Schule und in vielen Ausbildungsberufen noch viel Luft nach oben beim Thema KI ist. 
 
Dieses Wissen, diese Expertise, die sich junge Menschen selbst angeeignet haben, ist ideal, um beispielsweise in Tandems mit erfahrenen Kolleginnen und Kollegen weitergegeben zu werden. Und natürlich andersherum.
 
Ja, ich kann diesen Satz wirklich nur dick unterstreichen:  
Auch ich bin ein Fan davon, Menschen etwas zuzutrauen!
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20.000 Follower.

Ich habe überlegt, ob ich dazu einen klassischen Meilenstein-Post schreiben soll. Mit Dankbarkeit, ein paar Statistiken und einem Rückblick auf die letzten Jahre.

Aber wenn wir gerade in die Welt schauen, sehen wir vor allem eines:
geopolitische Spannungen, gesellschaftliche Herausforderungen, wirtschaftliche Unsicherheiten, technologische Sprünge.
Vieles verändert sich gleichzeitig – und nicht alles davon macht zuversichtlich.

Deshalb heute keine Statistiken.
Sondern ein Gedanke zu dem, was wirklich zählt:
Miteinander.

Über 20.000 Menschen folgen diesem Austausch hier. Das ist keine Kennzahl.
Das sind 20.000 Perspektiven, Erfahrungen und Stimmen. Menschen, die diskutieren, ergänzen, hinterfragen.

Die sich mit Fragen beschäftigen, die uns alle bewegen, wie zum Beispiel:

Wie verändert KI unsere Arbeitswelt?
Wie gelingt Transformation, ohne Menschen zu verlieren?
Was bedeutet Führung, wenn Orientierung wichtiger wird als perfekte Antworten?

Diese Fragen treiben mich auch in meiner täglichen Arbeit um.
Technologie verändert viel. Aber entscheidend bleibt, wie wir als Menschen miteinander umgehen.

Für mich heißt das: Verantwortung übernehmen.
Für Orientierung. Für Dialog. Für eine Kultur, in der Menschen Veränderung nicht nur erleben, sondern mitgestalten.
Und ich sehe es auch als meine Aufgabe, hier Vorbild zu sein. Für unsere Mitarbeitenden und für die vielen DATEV-Botschafterinnen und Botschafter, die jeden Tag zeigen, was Zusammenarbeit wirklich bedeutet.

Der größte Wert dieses Netzwerks?
Wenn aus digitalem Austausch echte Begegnungen werden.
Wenn man sich zum ersten Mal persönlich trifft – und merkt: Wir sprechen eigentlich schon lange miteinander.

Ich wünsche mir für die Zukunft mehr Zuversicht.
Und ein starkes, gemeinsames und positives Zukunftsbild – in allen Bereichen.

Danke für eure Gedanken, eure Perspektiven und die vielen klugen Diskussionen hier.

Ich freue mich auf alles, was wir gemeinsam weiterdenken.

#DATEV #DATEVBotschafter #WirsindDATEV #Zukunftgestalten #Gemeinsam #20k
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350 Menschen in Nürnberg. Eine Frage an den Saal: Wer glaubt, dass der eigene Job bis 2030 noch so aussieht wie heute? Fast keine Hand ging hoch. Und was danach folgte, war keine Aufbruchsstimmung, sondern echte Orientierungslosigkeit.
 
Letzten Donnerstag war ich bei den Nürnberger Gesprächen des Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung. Unter dem Motto „Deutschland 2030" haben wir diskutiert, wie Deutschland wirtschaftliche Dynamik zurückgewinnt. Und was das für Arbeit, Führung und Menschen bedeutet. Mit dabei: Leonie Gerbers, Daniel Terzenbach und Maximilian Hahnenkamp.
 
Die Frage, die mich durch den ganzen Abend begleitet hat, war: Wie erhalten wir die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen und wie schaffen wir es, annähernd so schnell zu lernen, wie sich Technologie entwickelt? Denn bis 2030 werden deutlich weniger Menschen erwerbstätig sein. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an jeden Einzelnen.
 
Das führt zu einer unbequemen Erkenntnis. Die eigentliche Herausforderung ist nicht, KI einzuführen. Sondern gemeinsam zu klären, welche Rolle der Mensch dabei bewusst einnimmt und wie wir sicherstellen, dass Menschen dafür gerüstet sind. Arbeit verändert sich weniger in Berufen als in Aufgaben und wer neue Technologien einfach in bestehende Strukturen einbaut, wird merken, dass das nur eine Zeit lang funktioniert. Das ist keine technische Frage. Das ist eine Führungsaufgabe.
 
Die Antwort darauf hängt daran, wie ernst wir Lernen nehmen. Kontextbezogen, kontinuierlich, eingebettet in die Arbeit selbst. Nicht als gelegentliche Maßnahme, sondern als Grundbedingung für Beschäftigungsfähigkeit. Eine Verantwortung, die Unternehmen, Bildung und Führung gleichermaßen tragen.
 
Ein ganz spezieller Satz aus der Diskussion, den ich mit euch teilen möchte, kam von Staatssekretärin Leonie Gerbers im Bundesministerium für Arbeit und Soziales: "Auch wenn die Zeiten nicht einfach sind, ist es wichtig, auch Chancen zu sehen und Zuversicht zu schöpfen.“
 
Die Unsicherheit im Saal war spürbar. Aber sie ist kein Schicksal. Deutschland 2030 wird nicht dadurch entstehen, dass wir abwarten, wie sich Technologie entwickelt – sondern dadurch, dass wir heute klären, wofür wir Menschen morgen brauchen.
 
 
#NürnbergerGespräche #Deutschland2030
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Vorurteile sind kleine Abziehbilder der Realität. Sie schieben Komplexität und Widersprüche beiseite und liefern klare Standpunkte, die man mit großer Überzeugung vertreten kann.
Was gegen Vorurteile hilft? Eigene Erfahrungen.

Genau deshalb bin ich mit 16 DATEV-Kolleginnen und Kollegen nach China gereist. Auf eine AI Innovation Study Tour. Unser Ziel: verstehen, wie dort über Künstliche Intelligenz gedacht wird, wie sie eingesetzt wird und welche Rolle sie künftig in der Arbeitswelt spielen könnte.

China wird in Europa intensiv diskutiert - politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Umso wichtiger ist es, sich ein eigenes Bild davon zu machen, wie dort mit Zukunftstechnologien umgegangen wird. Was ich erlebt habe, war vor allem eines: eine große Offenheit gegenüber Technologie und Innovationen und ein beeindruckender Umsetzungswille.
Nur einige Eindrücke, die mich besonders beschäftigen:

🟢 Die Dimensionen sind gewaltig. Einzelne Unternehmen planen in den nächsten Jahren Investitionen von mehreren hundert Milliarden Euro in AI. Rund um Shanghai, Shenzhen und Hongkong entstehen Innovationscluster in einem Tempo, das ich so noch nicht gesehen habe.

🟢 AI-Agenten übernehmen bereits heute feste Aufgaben in Unternehmen. Sie sind nicht mehr nur Werkzeuge einzelner Mitarbeitender, sondern Teil von Teams, mit klaren Rollen und definierten Verantwortlichkeiten. Sie werden im Organigramm abgebildet, es gibt Hierarchien untereinander und sogar einen persönlichen Performance review je Agent. Bei zu vielen "red flags" wird der Agent abgesetzt.

🟢 Immer wieder fiel ein Begriff: „China Speed“. Gemeint ist die Konsequenz, mit der Ideen umgesetzt werden. Nicht lange analysieren sondern machen. Der Wille, ambitionierte Ziele zu setzen und dann konsequent ins Handeln zu kommen, ist bemerkenswert.

🟢 Für mich war es der erste Besuch in China. Viele medial geprägte Vorstellungen wurden durch die unmittelbare Begegnung mit den Menschen vor Ort herausgefordert. Freundlich, offen, technologiebegeistert und gleichzeitig mit einer klaren Vorstellung davon, welche Rolle ihr Land künftig spielen soll.

Mein wichtigstes Learning aus dieser Woche:
👉 Es gibt keine einfachen Antworten. Weder in China noch in Deutschland.
Gerade deshalb halte ich es für wichtig, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und zu verstehen, wie andere Gesellschaften mit Zukunftstechnologien umgehen. Nicht, um alles zu übernehmen. Sondern um bewusst zu entscheiden, was wir daraus für unseren eigenen Weg lernen können.

Denn eines wurde bei nahezu jedem Gespräch zum Thema AI deutlich:
This is just the beginning.
Post image by Julia Bangerth
Herzlichen Glückwunsch zum 60, liebe DATEV!

Wir feiern dich! Mit Stolz, mit Lächeln – und mit Krapfen in DATEV-Grün. 💚

Aber vor allem mit einem großartigen Team, das zeigt, was unsere Genossenschaft seit 60 Jahren ausmacht: Zusammenhalt, Mut und Lust auf Zukunft.

Was 1966 mit einer starken Idee begann, ist heute eine starke Gemeinschaft.
Und 60 fühlt sich kein bisschen alt an. Sondern voller Energie für das, was kommt.

Danke an alle, die DATEV eG jeden Tag mit Leben füllen.
Ich wünsche uns, dass wir unseren DATEV-Spirit und den Mut bewahren.
Auf die nächsten 60 Jahre, in denen wir gemeinsam Zukunft gestalten.
Alles Gute zum Geburtstag!

#wirsindDATEV #DATEV60 #Gemeinsam #Zukunftgestalten #SchonImmerZukunft
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