Like-faul? Ich beobachte immer mehr stilles Scrollen, Voyerismus und sehr mĂŒde HĂ€nde
Wir schauen, wir speichern, wir schicken DMs. Aber wir reagieren seltener öffentlich. Ja, ich auch, ich will mich da gar nicht ausnehmen
Warum? Ein paar Hypothesen aus meinem Alltag zwischen Buch, Community und Plattformen:
1.Risikokalkulation: öffentliche Reaktionen fĂŒhlen sich wie Positionen an. Viele wollen ânichts Falschesâ liken, also lieber gar nichts.
2.AufmerksamkeitsmĂŒdigkeit: der Feed ist lang und die Mittagspause kurz. Man konsumiert passiv und am Ende bleibt kein Rest fĂŒr sichtbare Anerkennung.
3.Parasoziale NĂ€he: âIch kenne dich doch aus Storiesâ erzeugt das GefĂŒhl, schon reagiert zu haben, obwohl nichts im öffentlichen Raum ankommt.
4.Algorithmenlogik: extreme Reize werden belohnt; differenzierte, leise BeitrÀge brauchen aktive Community. Wenn die ausfÀllt, verschwinden die Zwischentöne.
Ich nehme mich da nicht raus. Auch ich scrolle im Zug, nicke innerlich und lege das Handy weg.
Mein Buch âTrotzdem Zuhauseâ hat etwas an mir verschoben: Wenn ich will, dass ResonanzrĂ€ume bleiben, muss ich sie mittragen. Ich versuche das jetzt wieder öfter mit einem Satz oder einer Frage.
Mini-Pakt (auch mit mir selbst):
â Ein âDankeâ unter Inhalte, die mich klĂŒger machen.
â Ein âDas hat mir weh getan und gut getanâ unter Texte, die halten statt lösen.
â Ein âIch widerspreche hier, weilâŠâ respektvoll, aber nicht stumm.
Resonanz ist keine Nebensache. Sie ist das Material, aus dem Diskurse geformt werden.
Ehrliche Frage: Wann hast du zuletzt einem leisen Beitrag öffentlich RĂŒckenwind gegeben?
Foto: Laura Hoffmann
Wir schauen, wir speichern, wir schicken DMs. Aber wir reagieren seltener öffentlich. Ja, ich auch, ich will mich da gar nicht ausnehmen
Warum? Ein paar Hypothesen aus meinem Alltag zwischen Buch, Community und Plattformen:
1.Risikokalkulation: öffentliche Reaktionen fĂŒhlen sich wie Positionen an. Viele wollen ânichts Falschesâ liken, also lieber gar nichts.
2.AufmerksamkeitsmĂŒdigkeit: der Feed ist lang und die Mittagspause kurz. Man konsumiert passiv und am Ende bleibt kein Rest fĂŒr sichtbare Anerkennung.
3.Parasoziale NĂ€he: âIch kenne dich doch aus Storiesâ erzeugt das GefĂŒhl, schon reagiert zu haben, obwohl nichts im öffentlichen Raum ankommt.
4.Algorithmenlogik: extreme Reize werden belohnt; differenzierte, leise BeitrÀge brauchen aktive Community. Wenn die ausfÀllt, verschwinden die Zwischentöne.
Ich nehme mich da nicht raus. Auch ich scrolle im Zug, nicke innerlich und lege das Handy weg.
Mein Buch âTrotzdem Zuhauseâ hat etwas an mir verschoben: Wenn ich will, dass ResonanzrĂ€ume bleiben, muss ich sie mittragen. Ich versuche das jetzt wieder öfter mit einem Satz oder einer Frage.
Mini-Pakt (auch mit mir selbst):
â Ein âDankeâ unter Inhalte, die mich klĂŒger machen.
â Ein âDas hat mir weh getan und gut getanâ unter Texte, die halten statt lösen.
â Ein âIch widerspreche hier, weilâŠâ respektvoll, aber nicht stumm.
Resonanz ist keine Nebensache. Sie ist das Material, aus dem Diskurse geformt werden.
Ehrliche Frage: Wann hast du zuletzt einem leisen Beitrag öffentlich RĂŒckenwind gegeben?
Foto: Laura Hoffmann