Aus vielen Genderbeauftragten wurden in den letzten Jahren Diversitybeauftragte. Ohne rassismuskritische Weiterbildung. Ohne neue Tools. Ohne andere Perspektiven am Tisch.
Diese eine Verschiebung erzĂ€hlt fast alles, was es ĂŒber White Feminism im Business zu wissen gibt.
Female Empowerment ist in deutschen Unternehmen angekommen. Frauen Netzwerke, Mentoring Programme, DEI Rollen, alles da. Was selten passiert: dass dieselbe strukturelle SchÀrfe, die auf Gender angewendet wird, auch auf Race fÀllt.
WeiĂer Feminismus im Business zeigt sich konkret.
Wenn Genderbeauftragte ĂŒber Nacht zu Diversitybeauftragten gemacht werden, ohne rassismuskritisches Wissen. Als wĂ€re Rassismus ein kleines Add On zum Sexismus, das sich von selbst erspĂŒren lieĂe.
Wenn Schwarze Expertise auf Female Business Events und Leadership Konferenzen zwar eingeladen wird, aber systematisch nicht gleich bezahlt. Dieselbe BĂŒhne, dieselbe Stunde, sehr unterschiedliche Honorare. Mit der stillen Erwartung, die Schwarze Kollegin sei fĂŒr die Sichtbarkeit dankbar.
Wenn BIPoC eingeladen werden, mitzudenken, mitzufĂŒhlen, den Raum besser zu machen. Aber bitte nicht zu laut. Nicht zu fordernd. Nicht zu teuer. Nicht zu unbequem.
Wenn die einzige Schwarze Frau das Diversity Panel moderieren soll. Auf eigene Kosten, in eigener Zeit, ohne Beförderung. Und nebenbei die unbezahlte Beraterin der weiĂen Kolleginnen wird, die ihre Diversity Bildung lieber auf dem Flur abholen.
Wenn Sponsorship weià bleibt, wÀhrend sich Mentoring auf BIPoC ausdehnt. Mentoring gibt RatschlÀge. Sponsorship verschiebt Macht.
Wenn weiĂe FĂŒhrungsfrauen von einem âWir Frauenâ sprechen, aber irritiert reagieren, sobald Schwarze Kolleginnen AusschlĂŒsse benennen oder Rechenschaft einfordern. Wenn Kritik an Rassismus plötzlich als persönlicher Angriff erlebt wird und in der HR Akte landet.
Wenn weiĂe TrĂ€nen im Konflikt mehr Gewicht bekommen als Schwarze Klarheit.
Wenn der Gender Pay Gap rauf und runter berichtet wird, der Race Pay Gap aber nicht einmal erhoben wird.
Wenn die Vorstandsetage weià bleibt, wÀhrend die Diversity Strategie progressiv klingt.
WeiĂe FĂŒhrungsfrauen kennen den Schmerz der Glasdecke. Diese Erfahrung macht sie nicht automatisch solidarisch mit von Rassismus Betroffenen. DafĂŒr braucht es echte rassismuskritische Auseinandersetzung.
Female Empowerment ohne Rassismuskritik ist eine Schmuck Praxis. Sie sieht gut aus. Sie verÀndert wenig.
Die Frage ist nicht, wie wir mehr Frauen an den Tisch bekommen.
Sondern:
Wer hat den Tisch gebaut.
Wer bestimmt die Regeln.
Wer darf sprechen.
Wer wird angemessen bezahlt fĂŒr das, was sie sagt.
Und wer kann jederzeit aufstehen, ohne etwas zu verlieren.
In der Tupokademie vertiefen wir genau das. Diesen Monat lĂ€uft unser Themenmonat âWhite Feminism im Businessâ mit Essays, Workshop Notes und einem Live Salon.
Komm dazu, der Link steht in den Kommentaren.
Diese eine Verschiebung erzĂ€hlt fast alles, was es ĂŒber White Feminism im Business zu wissen gibt.
Female Empowerment ist in deutschen Unternehmen angekommen. Frauen Netzwerke, Mentoring Programme, DEI Rollen, alles da. Was selten passiert: dass dieselbe strukturelle SchÀrfe, die auf Gender angewendet wird, auch auf Race fÀllt.
WeiĂer Feminismus im Business zeigt sich konkret.
Wenn Genderbeauftragte ĂŒber Nacht zu Diversitybeauftragten gemacht werden, ohne rassismuskritisches Wissen. Als wĂ€re Rassismus ein kleines Add On zum Sexismus, das sich von selbst erspĂŒren lieĂe.
Wenn Schwarze Expertise auf Female Business Events und Leadership Konferenzen zwar eingeladen wird, aber systematisch nicht gleich bezahlt. Dieselbe BĂŒhne, dieselbe Stunde, sehr unterschiedliche Honorare. Mit der stillen Erwartung, die Schwarze Kollegin sei fĂŒr die Sichtbarkeit dankbar.
Wenn BIPoC eingeladen werden, mitzudenken, mitzufĂŒhlen, den Raum besser zu machen. Aber bitte nicht zu laut. Nicht zu fordernd. Nicht zu teuer. Nicht zu unbequem.
Wenn die einzige Schwarze Frau das Diversity Panel moderieren soll. Auf eigene Kosten, in eigener Zeit, ohne Beförderung. Und nebenbei die unbezahlte Beraterin der weiĂen Kolleginnen wird, die ihre Diversity Bildung lieber auf dem Flur abholen.
Wenn Sponsorship weià bleibt, wÀhrend sich Mentoring auf BIPoC ausdehnt. Mentoring gibt RatschlÀge. Sponsorship verschiebt Macht.
Wenn weiĂe FĂŒhrungsfrauen von einem âWir Frauenâ sprechen, aber irritiert reagieren, sobald Schwarze Kolleginnen AusschlĂŒsse benennen oder Rechenschaft einfordern. Wenn Kritik an Rassismus plötzlich als persönlicher Angriff erlebt wird und in der HR Akte landet.
Wenn weiĂe TrĂ€nen im Konflikt mehr Gewicht bekommen als Schwarze Klarheit.
Wenn der Gender Pay Gap rauf und runter berichtet wird, der Race Pay Gap aber nicht einmal erhoben wird.
Wenn die Vorstandsetage weià bleibt, wÀhrend die Diversity Strategie progressiv klingt.
WeiĂe FĂŒhrungsfrauen kennen den Schmerz der Glasdecke. Diese Erfahrung macht sie nicht automatisch solidarisch mit von Rassismus Betroffenen. DafĂŒr braucht es echte rassismuskritische Auseinandersetzung.
Female Empowerment ohne Rassismuskritik ist eine Schmuck Praxis. Sie sieht gut aus. Sie verÀndert wenig.
Die Frage ist nicht, wie wir mehr Frauen an den Tisch bekommen.
Sondern:
Wer hat den Tisch gebaut.
Wer bestimmt die Regeln.
Wer darf sprechen.
Wer wird angemessen bezahlt fĂŒr das, was sie sagt.
Und wer kann jederzeit aufstehen, ohne etwas zu verlieren.
In der Tupokademie vertiefen wir genau das. Diesen Monat lĂ€uft unser Themenmonat âWhite Feminism im Businessâ mit Essays, Workshop Notes und einem Live Salon.
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