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Wolfgang Jenewein

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Gemäss eines Berichts des Wall Street Journal (WSJ) wird JP Morgan die maximale Arbeitszeit von Junior Investmentbankern auf 80 Stunden pro Woche begrenzen. Als ich das las, dachte ich erst das sei ein Witz. Sind ja immer noch 16 Stunden pro Tag bei einer 5-Tage Woche. Doch es ist bitterer Ernst. Weiter liest man dann noch, die Bank plant in bestimmten Fällen sogar Ausnahmen zuzulassen, etwa bei Live-Deals. Klar, da muss man dann natürlich durcharbeiten ;-)

Ich wurde neugierig und habe weiter recherchiert. Als Auslöser für diese Massnahme habe ich eine Untersuchung des WSJ über die Arbeitskultur in der Branche identifiziert. Diese zeigte unter anderem, dass Nachwuchsbanker bei der Bank of America regelmässig angewiesen wurden über ihre Arbeitszeiten zu lügen, nachdem Anfang Mai ein 35-jähriger Mitarbeiter an einem Blutgerinnsel in einer Arterie starb, nachdem er zuvor mehrere 100-Stunden-Wochen gearbeitet hatte. Eine Umfrage bei Goldman Sachs, ergab, dass die durchschnittliche Arbeitszeit für Junior-Banker im Investment Banking bei unglaublichen 98 Stunden pro Woche liegt. Mitarbeiter berichten, dass sie durchschnittlich nur 5 Stunden pro Nacht schlafen und im Schnitt erst um 3 Uhr morgens ins Bett gehen.

Ist das nicht Wahnsinn? In der Finanz- und übrigens auch in der Beratungsbranche scheint immer noch der Glaube zu herrschen, dass endlose Arbeitsstunden ein Zeichen von Engagement und Erfolg sind.

Die Forschung zeigt jedoch klar, dass Überarbeitung nicht nur die Qualität der Arbeit mindert, sondern auch langfristig gesundheitsschädlich ist. Mein Kollege Albrecht Vorster hat in seinen Studien gezeigt, dass übermüdete Menschen weniger empathisch, risikofreudiger und aggressiver sind als ausgeschlafene – ähnlich wie jemand, der betrunken ist. 
Wenn jemand alkoholisiert am Morgen zur Arbeit erscheint, schicken wir ihn umgehend wieder nach Hause. Wenn jemand aber tagelang fast durcharbeitet und sich jeden Tag aufs Neue ins Büro schleppt, wird er oder sie noch als Held der Arbeit und echtes Vorbild gefeiert.

Ist es nicht an der Zeit dieses System zu ändern? Wann erkennen wir endlich, dass langfristiger Erfolg nicht durch endlose Stunden, sondern durch nachhaltiges Arbeiten und Regeneration erreicht wird? Die Illusion, dass mehr Arbeitsstunden bessere Ergebnisse bringen, ist längst widerlegt. Die neue Regelung bei JP Morgan die Arbeitszeit auf 80 Stunden pro Woche zu reduzieren klingt für mich wie Hohn. Kein Leistungssportler würde auf die Idee kommen 16 Stunden durchzutrainieren, spät zu Bett zu gehen und im Schnitt nur 5 Stunden zu schlafen. Jeder Athlet weiss, dass Hochleistung nur erzielbar ist, wenn man die gute Balance zwischen Anspannung und Entspannung beherrscht.

Was denkt ihr darüber? Und wo zieht ihr die Grenze zwischen gesundem Engagement und Überarbeitung?

Herzlichst Euer
Wolfgang

PS: Falls Ihr Inhalte wie diesen wertvoll findet, würde ich mich sehr freuen wenn ihr mir folgt oder den Beitrag weiterleitet.
Post image by Wolfgang Jenewein
Endlich ist Urlaubszeit und viele nehmen sich eine Auszeit von all dem Stress der letzten Zeit: 
R – E – S – T -> (R) Recharge (E) Eat (S) Sleep (T) Time for yourself
 
Es geht um die Balance zwischen Geben und Nehmen, zwischen Einsatz und Auszeit, zwischen Anspannung und Entspannung. Wer immer nur leistet, und leistet; wer immer nur gibt und gibt und gibt ohne etwas zu nehmen, der verbrennt. Wie eine Batterie, die keine Ladezeit erhält. Wie ein Muskel, der immer nur angespannt ist. Nur durch Oszillation, durch ein gutes Gleichgewicht zwischen Belastung und Entlastung, wachsen unsere Muskeln.
 
Es ist wie mit dem Atmen, es ist der Rhythmus des Lebens: Man muss einatmen, um ausatmen zu können. Man muss nehmen, um geben zu können. Man muss achtsam sein, um teilen zu können.
 
Energie ist nicht etwas, das man hat, es ist etwas, das Du bist! Du spürst es in Dir in jeder Phase Deines Körpers. Es ist eines der schönsten Gefühle, die wir kennen. Es ist wundervoll aber man kann es nicht erzwingen. Es braucht Erfahrung, Reflexion und eine hohe Selbstwahrnehmung. 
 
Endlich ist die Sommerpause da – eine gute Gelegenheit diese Balance wieder herzustellen, nach all den Monaten des Firefightings mit Corona, Rohstoffmangel, Krieg, Inflation und vielem mehr, ist es an der Zeit auf sich zu achten. Jetzt bist Du dran!
 
Wie geht es Euch in diesen Tagen? Seid ihr schon in der Balance? Gönnt Euch auch mal eine Auszeit ohne schlechtes Gewissen! „Rest with Pride“

Ich wünsche Euch von Herzen eine schöne Sommerzeit.
 
Herzlichst Euer
Wolfgang

#leadership #selbstmanagement
Post image by Wolfgang Jenewein
Endlich ist sie da die Urlaubszeit. Keine Termine, keine E-mails und auch die OKRs sollten wir mal vergessen können. REST ist angesagt: R (Recharge) E (Eat) S (Sleep) T (Time for yourself).
 
Es geht um die Balance zwischen Geben und Nehmen, zwischen Anspannung und Entspannung. Wer immer nur gibt, ohne etwas zu nehmen, der verbrennt. Wie eine Batterie die keine Ladezeit erhält.

Wir können langfristig nur dann unsere beste Leistung bringen, wenn wir auch die Kunst der Erholung beherrschen. Wir alle wissen das, dennoch ist die Entspannung oft das Erste, was wir in stressigen Zeiten opfern. Viel zu oft höre ich in diesen Tagen: „Urlaub wäre schön, aber das liegt dieses Jahr bei all den Herausforderungen einfach nicht drin“ oder „Ja, wir fahren weg, ich muss aber auch in den Ferien etwas arbeiten“. Das ist das Energiemanagement – Paradoxon.

Es gibt energieraubende Tätigkeiten wie hohe Arbeitsbelastung, unproduktive Meetings, negative Interaktionen oder grosse Reorganisationen. Und es gibt Tätigkeiten, die uns Energie geben, wie Schlaf, Bewegung, gutes Essen oder Zeit mit unseren Liebsten. Wenn wir zu lange ein Übergewicht von energieraubenden zu energiegebenden Tätigkeiten zulassen, geraten wir in die Erschöpfung. Das Paradoxon besteht nun darin, dass viele Menschen, bei denen das Gleichgewicht aus dem Ruder gelaufen ist, sich nicht auf die energiespendenden Aktivitäten fokussieren, sondern im Gegenteil diese opfern, um noch mehr energieraubenden Tätigkeiten nachzugehen. Sie verzichten auf Schlaf, Sport oder Zeit mit Freunden und erhoffen sich dadurch einen „Befreiungsschlag“. In der Realität funktioniert das aber selten. Im Gegenteil: Die Batterien werden immer leerer die Leistung immer schlechter und man denkt jetzt muss man noch mehr Effort bringen, um dann, wenn man es endlich geschafft hat, zu entspannen.

Das ist ein Trugschluss. Darum geniesst die Ferien oder wie man im Crossfit sagt: „Rest with Pride“

Ich wünsche Euch von Herzen einen schönen und vor allem energiegebenden Urlaub. 
Euer Wolfgang
Post image by Wolfgang Jenewein
“Falls du glaubst, dass du zu klein bist, um etwas zu bewirken, dann versuche mal zu schlafen, wenn eine Mücke im Raum ist.“ (Dalai Lama)

Geht es Euch auch so, dass Ihr Euch in diesen verrückten Zeiten manchmal hilf- und machtlos fühlt. Gerade wenn man heutzutage zu viele Nachrichten konsumiert, kann man schnell resignativ und depressiv werden.
Was mir in solchen Phasen hilft, ist dieses Zitat des Dalai Lama. So advers das Umfeld auch ist und wie übermächtig der Feind auch scheint, wir alle können jeden Tag aufs Neue einen Unterschied machen. Dieser Gedanke gibt mir Kraft und ich versuche mich auf das zu konzentrieren, was ich wirklich beeinflussen kann. Ich kann zum Beispiel in meinem Bereich viel dafür tun, dass sich das Virus nicht weiterverbreitet, ich kann meine Stimmung, meine Fitness, mein Team und meine Arbeitsleistung beeinflussen. Das ist eine ganze Menge und am Ende habe ich das Gefühl, dass ich aktiv bin und nicht von den Umständen in meinem Leben in die Passivität gezwungen werde.

Egal, wie klein Du dich fühlst, mit der richtigen Haltung ist alles möglich. Wenn sogar ein 5 Millimeter kleiner Stein durch eine Kettenreaktion mit 27 weiteren Steinen das Empire State Building bewegen kann (vgl. Video) - Was denkt ihr, könnten wir erst alles erreichen?
#Selbstmanagement
Gestern Nacht war es wieder so weit! Superbowl LVII. Ich konnte den Fernseher einfach nicht ausschalten und jetzt bin ich verdammt müde. ;-) Aber es war es wert! Ich durfte ein faszinierendes Spiel zwischen den „Eagles“ und den „Chiefs“ miterleben. Es gibt viele Geschichten rund um dieses Finale und natürlich auch um Patrick Mahomes den Quaterback der Sieger. Ja, ich weiss er hat seiner Verletzung getrotzt und auch ich war begeistert von seiner Resilienz und Nervenstärke. Ich denke aber er wird in den nächsten Tagen an anderer Stelle noch genügend Aufmerksamkeit bekommen. Tief beeindruckt hat mich viel mehr ein Mann dessen Job darin besteht andere strahlen zu lassen: Der 25-jährige Left Tackle der Philadelphia Eagles: Jordan Mailata. Er ist Teil der Offensive Line, welche in der abgelaufenen NFL-Season die beste der gesamten Liga war. Als Left Tackle ist er innerhalb dieser Offensive deren wichtigste Säule, denn er beschützt die „Blind Side“ des Quarterbecks und ist damit unter anderem verantwortlich seinem „Chef“ die gegnerischen Angreifer vom Leib zu halten.

Was aber die wenigsten wissen: Mailata kannte vor 5 Jahren noch nicht einmal die Spielregeln. An einer Pressekonferenz sagte er: „Ich habe das Spiel, bis ich 20ig war, eigentlich gar nicht verstanden, sondern nur wegen der Halbzeitshow gesehen.“ Er war zu dieser Zeit U20 Rugby Spieler in Australien und war von einem Superbowl Sieg ungefähr so weit entfernt wie Schalke 04 von einer Meisterschaft. Der kometenhafte Aufstieg war nur möglich, weil zufällig ein Highlight Video dieser Rugby Liga bei den Verantwortlichen der NFL landete und darin ein 2,03 Meter grosser und 166 Kilogramm schwerer Spieler auftauchte, der sich trotz dieser Körperdimensionen geschmeidig wie ein Panther bewegte. Jeff Stoutland Offensive Coach der Philadelphia Eagles entdeckte ihn schliesslich für die NFL und half dem „Rohdiamanten“ sich zu einen der besten Spieler der Welt zu entwickeln.

Und was können wir daraus lernen?

1. Anstatt meist nur die Geschäftsleitung und deren Aktionen zu besprechen – sollten wir in unseren Unternehmen auch viel mehr diejenigen sehen und wertschätzen, die im stillen ihre Arbeit machen und es anderen ermöglichen zu strahlen.

2. Anstatt uns über den Fachkräftemangel zu beschweren, sollten wir viel mehr nach unseren „Undercover Stars“ suchen. Ich bin zutiefst überzeugt Jeder und Jede kann ein Star in etwas werden.

3. Um Stars aber sichtbar zu machen, braucht es viel durchlässigere Karrierewege und vor allem weniger Ergebnis- und mehr Menschenorientierung in unseren Unternehmen.

Ich bin überzeugt auch in unseren Organisationen schlummern noch viele Jordan Mailata`s! Wir müssen Sie nur „wachküssen“! Und jetzt muss ich dringend ins Bett.

Aber was mich schon noch interessiert. Seid Ihr auch wach geblieben? Und was waren Eure Highlights und Erkenntnisse?

Gute Nacht oder besser guten Morgen
Euer Wolfgang

#Leadership #jeNEWein
Post image by Wolfgang Jenewein
Dele Alli (27) ist einer der besten Fussballspieler Englands. Er spielte für sein Land die Europameisterschaft 2016 und die Weltmeisterschaft 2018. Er wurde im Januar 2017 zum besten Spieler Englands gewählt und erreichte mit Tottenham Hotspurs 2019 das Finale der Champions League.

Gestern ist er für mich aber zum echten Helden geworden. In einem herzzerreissenden Interview mit Garry Neville spricht er über seine tiefen Verletzungen und zeigt der Welt, wer er wirklich ist. Unter Tränen offenbart er, dass er als 6-Jähriger von einem Freund seiner alkoholsüchtigen Mutter sexuell missbraucht wurde, danach hat ihn die Mutter nach Afrika zum Vater geschickt, um Disziplin zu lernen. Er fühlte sich ausgestossen und unwohl. Mit 7 kam er zurück und begann zu rauchen. Mit 8 Jahren begann er mit Drogen zu dealen und mit 11 wurde er von einem Mann aus der Gegend an einer Brücke aufgehängt. Mit 12 wurde er schliesslich von einer grossartigen Familie adoptiert und konnte sich dank ihnen als Mensch und Fussballer entwickeln.

Er wurde erfolgreich und trotzdem waren da immer die Dämonen aus der Vergangenheit: «Ich bin jeden Tag aufgewacht und hab meinen Job gemacht, habe gelächelt und so getan, als ob ich glücklich bin. Aber innerlich habe ich den Kampf verloren… es sind Dinge in mir, die mich schwer verletzt haben. Ich habe gelacht und Witze gemacht, das war meine Verteidigung.» Er wollte nicht, dass die Presse oder irgendwer seine Verletzlichkeit gegen ihn verwendet. Er spielte eine Rolle und betäubte sich mit Alkohol und Unmengen an Schlaftabletten, die er auch tagsüber nahm. 
Seine Leistungen fielen ab und die Öffentlichkeit sah nur den Fussballer, der schlechter wurde auf Partys geht und Alkohol trinkt. Jose Mourinho nannte ihn öffentlich einen «verdammt faulen Kerl». Er sass häufig auf der Bank und es ging ihm immer schlechter bis er erkannte, dass es kein Zeichen von Schwäche ist sich Hilfe zu suchen. Schliesslich ging er für 6 Wochen in eine Klinik für Mental Health, um seine Traumata aufzuarbeiten. Gestern hat er sich nun entschieden das alles öffentlich zu machen. Nicht um Mitleid zu erhalten oder irgendjemand für seine Situation die Schuld zu geben. Nein, diesmal will er die Geschichte selbst erzählen und der Welt zeigen, wer sich hinter dem faulen «Party Boy» mit Schlaftablettensucht versteckt: Ein Mensch mit tiefen Verletzungen und Ängsten. Wir alle haben Traumata und Dinge, die uns emotional gefangen halten. Nur wenn wir ein Umfeld schaffen, in dem Menschen sich selbst offenbaren und dafür nicht verurteilt werden, erfahren wir echte Verbundenheit und Zugehörigkeit. Dele Alli sagt: «Ich liess keinen an mich ran. Aber jetzt weiss ich, wir müssen diese Dinge nicht allein machen… wir sind stärker zusammen.»

Was meint Ihr? Ist unsere Geschäftswelt schon bereit für so viel Verletzlichkeit? Oder spielen wir doch alle noch eine Rolle?

Herzlichst Euer
Wolfgang
Post image by Wolfgang Jenewein
Stress ist ansteckend!

Hast du dich jemals gestresster gefühlt, nachdem du jemanden getroffen hast, der selbst unter Stress stand? Es fühlt sich fast so an, als ob sich Stress von einer Person auf die andere übertragen kann.

Mir geht das jeweils so, wenn ich meinem 8-jährigen Sohn beim Tennismatch zusehe. ;-) Er kämpft wie ein Löwe und macht großartige Punkte. Im nächsten Moment macht er einfache Fehler, hadert mit sich selbst und wirkt nervös bei entscheidenden Punkten. Für mich ist das „Horror“ und nach dem Match bin ich jeweils fix und fertig. ;-)

Aber ist Stress wirklich ansteckend?

Der Neurowissenschaftler Tony Buchanan führte dazu eine interessante Studie durch: Sein Team teilte Studienteilnehmende in zwei Gruppen ein.
Die eine Gruppe, die „Redner“, sollten eine stressige Erfahrung machen: Sie mussten eine Rede vor Publikum halten.
Die andere Gruppe, die „Beobachtenden“, mussten die Redner schweigend beobachten und ihre Leistung bewerten.

Die Herzfrequenz und der Cortisolspiegel (das „Stresshormon“) beider Gruppen wurden vor und nach dem Experiment gemessen. Die Ergebnisse waren faszinierend.

Wie erwartet, erlebten die Redner viel Stress.
Doch überraschenderweise stieg auch bei den Beobachtern sowohl die Herzfrequenz als auch der Cortisolspiegel signifikant an, nachdem sie die Redner beobachtet hatten. Spätere Studien von Dimitroff et al. konnten diesen Zusammenhang bestätigen und kamen sogar zu dem Schluss, dass auch das Ausmaß des Stresses übertragen wird. Das heißt, je gestresster die Redner waren umso höher war auch das Stresslevel der Beobachter.

Kurz gesagt: Stress ist ansteckend («Stress Contagion»)! Es ist wie ein Virus, hat ihn eine/r haben ihn bald alle im Team, der Abteilung oder gar im Unternehmen.
Besonders ansteckungsgefährdet sind übrigens Menschen mit großer Empathie, denn sie fühlen früher und stärker mit den Gestressten.

Was bedeutet das für uns:

1. Wir sollten unseren persönlichen Stress nicht nur zu unserem eigenen, sondern auch zum Wohl der Menschen um uns herum, unseren Mitarbeitenden, unseren Familien und unseren Freunden, bewältigen.

2. Insbesondere Führungskräfte haben aufgrund ihrer exponierten Position eine besondere Verantwortung das „Stressvirus“ nicht weiterzugeben.

3. Wir müssen lernen uns vom Stress anderer abzugrenzen, auch im Interesse des Gestressten! Nichts ist, zumindest für meinen Sohn, wohltuender als ein Vater, der ihm an der Seitenlinie souverän und gelassen signalisiert: „Alles wird gut, ich glaub an Dich“.


Um ehrlich zu sein an Punkt 3 arbeite ich noch. ;-)
Aber wie geht es Euch mit dem Stress anderer? Und habt ihr «Stress Contagion» auch schon erlebt?

Herzlichst Euer
entspannter
Wolfgang ;-)

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Als gebürtiger Münchner und sportbegeisterter Mensch war ich letzte Woche des Öfteren bei den Europameisterschaften und war überwältigt von der guten Stimmung und den sportlichen Höchstleistungen. Die Stadien waren auch unter der Woche meist ausverkauft und irgendwann kam mir der Gedanke, wer und wie viele von all den Zuschauer/innen wohl gerade im „Homeoffice“ sind. 😉

Wenn ich in diesen Tagen mit Vorständen und Geschäftsführer/innen spreche, ist das die Angst vieler. Die Belegschaft gibt vor, von zu Hause zu arbeiten, ist aber vielleicht in eigener Sache beim Sport, bei Freunden oder irgendwelchen Events. Andererseits haben die allermeisten bewiesen, dass auch bei Remote Work die Produktivität und Qualität des Outputs nicht leidet. Im Gegenteil: Oft ist sie sogar gestiegen. Wieso also dieses Misstrauen? Kennt ihr dieses Dilemma auch?

Nun, zunächst ist das Aushalten und Managen von Dilemmata eine der wichtigsten Kompetenzen unserer Zeit. Wir müssen uns daran gewöhnen, dass es keinen «One Best Way» gibt, der unsere Herausforderungen löst. Was ist die richtige Mischung zwischen Exploitation und Exploration, was ist die richtige Balance zwischen transaktionaler und transformationaler Führung und was ist das richtige Verhältnis zwischen Sachlogik und Psychologik?

Die Ambiguität steigt und mit ihr auch die Unsicherheit im Management. Wir brauchen darum Führungskräfte die das «Sowohl als auch» beherrschen und nicht gleich nervös werden, wenn einmal ihre intuitive Meinung von den Mitarbeitenden abgelehnt wird. Führungskräfte sollten darum Mitarbeitenden grundsätzlich vertrauen und wer im Homeoffice nicht arbeitet, wird tendenziell auch im Office nicht mehr machen. Wir brauchen aber auch Menschen, welche die neu gewonnenen Freiheiten nicht ausnutzen und sich auf Kosten der Anderen ein entspanntes Leben gönnen. Wir sollten gemeinsam verhindern, dass die wenigen Freerider, die es leider neben all den Verantwortungsbewussten auch gibt, das System so belasten, dass sie eine Hypothek für das Vertrauen in einer Organisation werden und die neuen Freiheiten deshalb wieder zurückgenommen werden.

Wie wird dieses Dilemma bei Euch im Unternehmen diskutiert? Habt ihr auch Freerider, die das System ausnutzen? Und die Geschäftsleitung, die zunehmend ungeduldig wird, wenn nur wenige im Büro sind?

Ach ja, und falls es Euch interessiert, am Ende meines Homeoffice-Tages in der Beach-Volleyball-Arena, haben mir die umliegenden Zuschauer/innen mitgeteilt, dass Schweden Europameister wurde! Es soll ein grossartiges Match gewesen sein. 😉

Herzlichst Euer Wolfgang
Post image by Wolfgang Jenewein
Als Kind einer Dachdeckerfamilie mit Eltern ohne akademischen Hintergrund haben mir Schulen und Universitäten immer grossen Respekt eingeflößt. Ich war wie gehemmt und hatte wenig Selbstvertrauen in schulischen Dingen. Entsprechend war ich auch kein guter Schüler und als alle meine Freunde ins Gymnasium gingen, reichten meine Noten nur für die Hauptschule.

Das hat mich geprägt: Ich fühlte mich ausgeschlossen und nicht gut genug. Ich war orientierungslos und flüchtete mich in den Sport. Lernen wollte ich nach dieser Enttäuschung gar nicht mehr. Glücklicherweise hatte ich liebevolle Eltern, die mir Halt gaben und ein gemeinsames Treffen mit meinem damaligen Lehrer (Herrn Wachter) organisierten. Bei diesem Gespräch traute ich mich das erste Mal meine Verletzlichkeit und Enttäuschung mit jemanden zu teilen. Bis dahin versuchte ich immer stark zu sein und wertete die Schule ab! Wenn mich jemand fragte, war meine Standardantwort: „Schule ist Mist“. Dieses Gespräch war wie eine Befreiung für mich: Herr Wachter der mir bis dahin immer Angst einflösste sagte mir, dass er mich mag. Und dass die Schule kein Ort ist, um Menschen zu prüfen sondern um ihnen zu helfen besser zu werden. Er gab mir auch ein Zitat von Platon mit auf dem Weg: „Es ist keine Schande nichts zu wissen, wohl aber, nichts lernen zu wollen.“
Ich war damals 12 Jahre alt und denke noch heute hin und wieder an diese Begegnung. Es hat mein Leben verändert und plötzlich ging ich ohne Angst zur Schule. Ich musste immer etwas mehr als die Anderen lernen, um die gleichen Noten zu erzielen, aber das war mir egal, weil ich plötzlich Freude darin fand, Dinge besser zu verstehen. Es ging mir weniger um die Noten und mehr um persönliches Wachstum.

Wahrscheinlich ist das der Grund, warum ich mein ganzes Leben der Bildung und dem Coaching gewidmet habe. Zunächst als Unterrichtsassistent, dann als Dozent und später sogar als Professor an verschiedenen Universitäten: „Coaching is my Calling“. Das bisher Größte was ich im Rahmen meiner Berufung erleben durfte, war mein eigenes Bootcamp von letzter Woche. Es hat mich bewegt, dass so viele Menschen meine Lehre und Inhalte besser verstehen wollten und sich zum ersten „JENEWEIN Bootcamp“ angemeldet haben. Es kamen tolle Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Branchen mit sehr diversen Hintergründen zusammen. Alle mit dem gleichen Ziel: Besser zu werden in der Führung anderer, der Führung von Change und vor allem der Selbstführung. Dabei hab ich mindestens so viel von den Teilnehmenden gelernt wie sie von mir. Ich danke von Herzen für Euer Vertrauen und dem Lehrer Wachter, dass er diese Entwicklung in mir angestossen hat.

Wie ist es bei euch? Hattet ihr auch das Glück einem «Herrn Wachter» in eurem Leben zu begegnen der euer Calling aktiviert hat? Ich würde mich über eine Rückmeldung von euch sehr freuen.

Herzlichst
Euer Wolfgang
 
#leadership #selbstmanagement #change #JENEWEIN #bootcamp
Post image by Wolfgang Jenewein
Schweizer Nationalmannschaft: Vom Team of Stars zum Starteam

Ich glaube gestern beim Spiel Frankreich vs. Schweiz haben wir ein eindrückliches Beispiel dafür erlebt, welche enorme Kraft entsteht, wenn man ein echtes Starteam ist und nicht nur eine Ansammlung von Stars (vgl. hierzu meinen letzten Post). Ich sehe vor allem zwei Faktoren, welche dieses Schweizer Starteam auszeichnen:

1. Ingroup – Outgroup Phänomen: Der Mannschaft wurde im Vorfeld vorgeworfen die Frisur sei wichtiger als die EM oder die Spieler singen nicht wie die Italiener voller Inbrunst die Hymne. Gerade solche Anfeindungen von Aussen (Outgroup) führen häufig dazu, dass sich die Teammitglieder im Inneren gegenseitig stützen und der Zusammenhalt wächst.

2. Motivation vs. Willenskraft: Yann Sommer sagte nach dem Spiel: “Wir haben uns vor dem Spiel gesagt, egal was passiert, wir gehen bis zum Schluss ... Wir wollten es unbedingt schaffen.“ Viele Menschen und Mannschaften sind motiviert - Grossartiges schafft man aber nur, wenn man es wirklich will. Die Schweizer Nati ist gestern Abend von der World of Wish (Motivation) in die World of Will (Volition) gelangt. In dieser Welt sind Widerstände wie der 3:1-Rückstand nur Antrieb für extra Effort.

Ich denke das Spiel gestern kann ein gutes Beispiel dafür sein, wie wir die schwierige Zeit während und nach Corona gemeinsam meistern. Wir alle müssen Rückschläge wegstecken, aber die sollten uns nicht aufhalten, sondern eher Antrieb sein um gemeinsam noch besser zu werden. Was habt ihr gestern gelernt? Ich freue mich auf Eure Reaktionen.

#leadership #starteam #teamführung #uefaeuro2020
 
Bildquelle: Jean-Christophe Bott / dpa
Post image by Wolfgang Jenewein

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