Es gibt einen wissenschaftlichen Grund für meine Erfolge und Auszeichnungen.
(Außer meiner Kompetenz natürlich)
Er heißt: Prove-it-again-Bias.
Ein gut erforschtes Phänomen, das beschreibt, was passiert, wenn Menschen nicht dem prototypischen Bild von Kompetenz entsprechen:
Sie müssen ihre Qualifikation immer wieder neu beweisen, selbst dann, wenn ihre Expertise längst sichtbar ist.
Ich bin Expertin.
Ich bin eine Frau.
Ich habe eine Migrationsgeschichte.
Und ich trage Hijab.
Das heißt konkret:
Meine Fachlichkeit wird häufiger hinterfragt.
Meine Aussagen genauer geprüft.
Meine Erfolge seltener als „normal“ gelesen sondern als erklärungsbedürftig.
Die Forschung zeigt genau dieses Muster:
- Joan C. Williams beschreibt den Prove-it-again-Bias: Frauen und marginalisierte Gruppen müssen konstant mehr Leistung zeigen, um als gleich kompetent wahrgenommen zu werden.
- Studien zu „Shifting Standards“ (Biernat & Kobrynowicz) zeigen: Identische Leistungen werden je nach sozialer Zugehörigkeit unterschiedlich bewertet.
- Moss-Racusin et al. (2012) belegen, dass selbst identische Lebensläufe bei Frauen als weniger kompetent eingeschätzt werden.
- Forschung zu Musliminnen mit Hijab (u. a. Ghumman & Ryan) zeigt: Sichtbare religiöse Zugehörigkeit verstärkt Zweifel an Kompetenz, unabhängig von objektiver Qualifikation.
Gerade deswegen sind meine Erfolge und Auszeichnungen kein Nice-to-have sondern ein Ausgleich.
Ich schreibe das nicht aus Frust.
Ich komm sehr gut zurecht.
Ich weiß, was ich kann.
Ich kenne meine Expertise.
Und ich habe gelernt, mit diesen Mechanismen professionell umzugehen.
Aber ich wünsche mir,
dass meine Kinder und alle anderen marginalisierten Menschen nicht erst außergewöhnlich sein müssen, um einfach nur als kompetent zu gelten.
(Außer meiner Kompetenz natürlich)
Er heißt: Prove-it-again-Bias.
Ein gut erforschtes Phänomen, das beschreibt, was passiert, wenn Menschen nicht dem prototypischen Bild von Kompetenz entsprechen:
Sie müssen ihre Qualifikation immer wieder neu beweisen, selbst dann, wenn ihre Expertise längst sichtbar ist.
Ich bin Expertin.
Ich bin eine Frau.
Ich habe eine Migrationsgeschichte.
Und ich trage Hijab.
Das heißt konkret:
Meine Fachlichkeit wird häufiger hinterfragt.
Meine Aussagen genauer geprüft.
Meine Erfolge seltener als „normal“ gelesen sondern als erklärungsbedürftig.
Die Forschung zeigt genau dieses Muster:
- Joan C. Williams beschreibt den Prove-it-again-Bias: Frauen und marginalisierte Gruppen müssen konstant mehr Leistung zeigen, um als gleich kompetent wahrgenommen zu werden.
- Studien zu „Shifting Standards“ (Biernat & Kobrynowicz) zeigen: Identische Leistungen werden je nach sozialer Zugehörigkeit unterschiedlich bewertet.
- Moss-Racusin et al. (2012) belegen, dass selbst identische Lebensläufe bei Frauen als weniger kompetent eingeschätzt werden.
- Forschung zu Musliminnen mit Hijab (u. a. Ghumman & Ryan) zeigt: Sichtbare religiöse Zugehörigkeit verstärkt Zweifel an Kompetenz, unabhängig von objektiver Qualifikation.
Gerade deswegen sind meine Erfolge und Auszeichnungen kein Nice-to-have sondern ein Ausgleich.
Ich schreibe das nicht aus Frust.
Ich komm sehr gut zurecht.
Ich weiß, was ich kann.
Ich kenne meine Expertise.
Und ich habe gelernt, mit diesen Mechanismen professionell umzugehen.
Aber ich wünsche mir,
dass meine Kinder und alle anderen marginalisierten Menschen nicht erst außergewöhnlich sein müssen, um einfach nur als kompetent zu gelten.