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Dr. Neşe Oktay-Gür

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Best Posts by Dr. Neşe Oktay-Gür on LinkedIn

Es gibt einen wissenschaftlichen Grund für meine Erfolge und Auszeichnungen.
(Außer meiner Kompetenz natürlich)
Er heißt: Prove-it-again-Bias.

Ein gut erforschtes Phänomen, das beschreibt, was passiert, wenn Menschen nicht dem prototypischen Bild von Kompetenz entsprechen:

Sie müssen ihre Qualifikation immer wieder neu beweisen, selbst dann, wenn ihre Expertise längst sichtbar ist.

Ich bin Expertin.
Ich bin eine Frau.
Ich habe eine Migrationsgeschichte.
Und ich trage Hijab.

Das heißt konkret:

Meine Fachlichkeit wird häufiger hinterfragt.
Meine Aussagen genauer geprüft.
Meine Erfolge seltener als „normal“ gelesen sondern als erklärungsbedürftig.

Die Forschung zeigt genau dieses Muster:
- Joan C. Williams beschreibt den Prove-it-again-Bias: Frauen und marginalisierte Gruppen müssen konstant mehr Leistung zeigen, um als gleich kompetent wahrgenommen zu werden.
- Studien zu „Shifting Standards“ (Biernat & Kobrynowicz) zeigen: Identische Leistungen werden je nach sozialer Zugehörigkeit unterschiedlich bewertet.
- Moss-Racusin et al. (2012) belegen, dass selbst identische Lebensläufe bei Frauen als weniger kompetent eingeschätzt werden.
- Forschung zu Musliminnen mit Hijab (u. a. Ghumman & Ryan) zeigt: Sichtbare religiöse Zugehörigkeit verstärkt Zweifel an Kompetenz, unabhängig von objektiver Qualifikation.

Gerade deswegen sind meine Erfolge und Auszeichnungen kein Nice-to-have sondern ein Ausgleich.

Ich schreibe das nicht aus Frust.
Ich komm sehr gut zurecht.
Ich weiß, was ich kann.
Ich kenne meine Expertise.
Und ich habe gelernt, mit diesen Mechanismen professionell umzugehen.

Aber ich wünsche mir,

dass meine Kinder und alle anderen marginalisierten Menschen nicht erst außergewöhnlich sein müssen, um einfach nur als kompetent zu gelten.
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Eid Mubarak an alle, die heute feiern.

Und ein ehrliches Danke an alle, die nicht selbst feiern und trotzdem gratulieren.

Es sind oft die kleinen Gesten, die zeigen, wie wir miteinander leben. Eine Nachricht, ein kurzer Wunsch oder ein Moment des Mitfreuens sind stärkende und verbindende Momente.

Gerade in einer Zeit, in der ungefilterte Boshaftigkeit im Netz so präsent ist, bekommen diese persönlichen Begegnungen ein anderes Gewicht.

Sie erinnern daran, dass Gesellschaft nicht aus Kommentaren besteht, sondern aus Menschen.

Und vielleicht kennen viele dieses kurze Zögern: Darf ich das überhaupt sagen?

Oft sind es genau diese kleinen Zeichen von Zugewandtheit, die mehr verbinden, als man denkt.
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Eine der hartnäckigsten Lügen über Frauen im Job heißt: Stutenbissigkeit.

Fee Kalter und ich beweisen tagtäglich das Gegenteil.

Wir führen nicht nur gemeinsam ein Unternehmen sondern auch drei verschiedene Unterhaltungen auf drei verschiedenen Apps.

Sie hat nicht nur Ja gesagt, als ich sie gefragt habe, ob wir gemeinsam ein Format für ein Frauennetzwerk aufbauen wollen.
Sie hat mir Aufträge als Freelancerin gegeben.
Sie hat mich eingeladen, mit ihr (und Matthes) NAP! Gesunde Arbeitskultur für Unternehmen. zu gründen.
Sie hat mit mir ein Buch geschrieben, das im Herbst erscheint.

Und das alles während 37,9 % der Erwerbsbevölkerung in Deutschland Frauen sind, aber nur 21,5 % der Führungspositionen sind von Frauen besetzt werden.
Neue LinkedIn-Daten zeigen außerdem:
Sobald der Arbeitsmarkt schwieriger wird, werden weniger Frauen in Führungspositionen eingestellt.

Das ist ernüchternd.

Und es zeigt auch, welches Narrativ viele von uns gelernt haben:

Für Frauen gibt es nur einen Platz am Tisch.

Wir helfen einander, über uns hinauszuwachsen.
Wir ziehen uns gegenseitig auf Bühnen.
Wir fangen uns auf, wenn Selbstzweifel kommen.
Und wir feiern die Erfolge der anderen oft mehr als unsere eigenen.

Vielleicht brauchen wir also nicht nur mehr Plätze am Tisch. Denn die brauchen wir definitiv.

Vielleicht brauchen wir auch noch mehr Frauen, die sagen:
„Setz dich zu mir.“

Anlässlich des Weltfrauentages möchte ich ganz öffentlich sagen: Danke, Fee, für alles ❣️

#IWD26
Post image by Dr. Neşe Oktay-Gür
How to: Allyship im Ramadan, gerade jetzt ⤵

Dieses Jahr fällt der Ramadan mit der christlichen Fastenzeit zusammen.

Zwei religiöse Zeiten der Reflexion, des Verzichts und der inneren Einkehr parallel.

Und während viele Menschen bewusst verzichten, innehalten oder ihren Glauben intensiver leben, sehen wir gleichzeitig, wie hitzig gesellschaftliche Debatten darüber geführt werden.

Religiöse Vielfalt ist sichtbar. Und sie braucht bewusste Allyship auch am Arbeitsplatz.

Ich weiß, dass es als Außenstehende*r herausfordernd sein kann, diesen Fakt im Berufsleben zu handeln.

Daher habe ich hier 3 Tipps für Allyship im Ramadan am Arbeitsplatz:

1. Achte Grenzen
Vielleicht nimmst du bei der einen Kolleg*in an, dass sie fastet und würdest dich gerne mit ihr unterhalten. Doch nur weil die Fastenzeit angefangen hat, stehen dir nicht plötzlich alle Menschen, die du muslimisch liest, für einen interreligiösen Austausch zur Verfügung.
Bevor du jemanden ansprichst, beachte daher z.B.:
-wie ihr zueinander steht
-ob ihr euch je über persönliche/private Dinge unterhaltet
-ob die Situation passend ist
-wer alles anwesend ist

2. Du darfst neugierig sein
Auch wenn es sich rumgesprochen haben sollte, dass „Nicht einmal Wasser?!“ kein perfekter Einstieg ist 😉 du darfst natürlich Fragen stellen.
Du könntest z.B. fragen:
„Was ist für dich persönlich das Schönste am Ramadan?“
„Gibt es etwas, das du herausfordernd findest?“
„Hast du eine besondere Kindheitserinnerung, die du mit dieser Zeit verbindest?“

3. Sei wertschätzend
Statt:
„Ich könnte das ja nicht!“
Vielleicht eher:
„Das ist wirklich eine beachtliche Disziplin.“
Statt:
„Das ist doch voll ungesund.“
Vielleicht eher:
„Machst du in dieser Zeit etwas bewusst, um gut auf dich zu achten?“

Ganz wichtig:
Nicht jede von dir muslimisch gelesene Person ist es auch.
Nicht jede*r Muslim*a fastet (jeden Tag).
Nicht jede*r möchte das im Arbeitsleben besprechen.

Und noch ein bisschen wichtiger:
Danke.

Danke, dass du dich für deine Mitmenschen interessierst.
Danke, dass du dir Gedanken machst.
Danke, dass du mehr erfahren willst.

Und danke, dass du Allyship betreibst und dazulernen willst.
Post image by Dr. Neşe Oktay-Gür

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